USA lehnen Gespräche mit neuem somalischen Milizenchef ab

10. Juli 2006, 19:24
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Wegen mutmaßlicher Verstrickungen in den Terrorismus

Washington - Die US-Regierung lehnt Gespräche mit dem neuen Führer der islamistischen Milizen in Somalia wegen dessen mutmaßlicher Verstrickungen in den Terrorismus ab. Die USA würden nicht ihre Prinzipien opfern, um die unmittelbaren politischen Wünsche einiger zu erfüllen, sagte Außenamtssprecher Sean McCormack am Montag in Washington. McCormack bezog sich auf die Wahl von Scheich Hassan Dahir Aweys zum neuen Führer der "Vereinigung der Islamischen Gerichte" in Somalia.

Nach den Worten von McCormack steht der Milizenchef auf einer Beobachtungsliste von möglichen Terroristen. Scheich Aweys gilt als Architekt der islamistischen Organisation, die inzwischen den Süden Somalias und die Hauptstadt Mogadischu kontrolliert. Er gilt als erklärter Gegner der Übergangsregierung unter Präsident Abdullah Yusuf.

Das Bürgerkriegsland Somalia hat seit 1991 keine funktionierende Zentralgewalt mehr. Auf Grund der anhaltenden Gewalt und Gesetzlosigkeit haben nur noch wenige Hilfsorganisationen ausländische Mitarbeiter in Somalia stationiert. (APA/dpa)

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