Microsoft droht Rückschlag im Kartellstreit mit EU

27. Juli 2006, 14:26
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US-Softwarekonzern soll Brüsseler Entscheidung von März 2004 nicht ordnungsgemäß umgesetzt haben

Berlin - Dem US-Softwarekonzern Microsoft droht laut einem Zeitungsbericht ein Rückschlag im Kartellstreit mit der EU-Kommission. Die europäische Wettbewerbsbehörde stehe kurz vor einem formellen Urteil, nach dem Microsoft eine Geldstrafe von täglich 2 Mio. Euro drohe, berichtet die "Financial Times Deutschland" (FTD) am Dienstag unter Berufung auf mehrere eingeweihte Personen.

Dem Urteilsentwurf zufolge habe Microsoft eine Kartellentscheidung vom März 2004 nicht ordnungsgemäß umgesetzt. Der Entwurf solle am Montag den nationalen Kartellbehörden vorgelegt werden, die vor wichtigen Entscheidungen konsultiert werden müssen. EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes wolle das Urteil am 12. Juli öffentlich machen.

Die EU-Kommission wirft Microsoft, auf dessen Betriebssystem Windows 95 Prozent der PCs weltweit laufen, vor, seine marktbeherrschende Stellung widerrechtlich abgesichert und seinen Konkurrenten nicht genügend technische Informationen über Windows zur Verfügung gestellt zu haben. Microsoft dagegen hält der Kommission vor, sie wolle mit den 2004 verhängten Sanktionen das gesetzlich geschützte Eigentum des Unternehmens gefährden. (APA/Reuters)

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