Schweden: Erste Verurteilung wegen FGM

26. Juni 2006, 22:03
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Vier Jahre Haft für Somalier, der seine Tochter beschneiden ließ

Stockholm - Wegen Beschneidung seiner Tochter ist ein gebürtiger Somalier in Schweden zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Der 41-Jährige mit schwedischer Staatsangehörigkeit wurde am Montag für schuldig befunden, während eines Besuchs in Mogadischu im Jänner 2005 die Beschneidung des damals 13 Jahre alten Mädchens forciert zu haben. Er habe seine Tochter bei dem Eingriff selbst festgehalten, hieß es in der Anklage.

Erstmals Gerichtsverhandlung

Das Gericht in Göteborg befand den Mann ferner schuldig, seine Tochter zu der Reise nach Somalia gezwungen zu haben. Zusätzlich zu der Haftstrafe wurde er dazu verurteilt, dem Mädchen Schadensersatz in Höhe von 346.000 Kronen (37.534 Euro) zu leisten. Beschneidungen von Frauen gelten in Schweden schon seit 1982 als Straftat. Dennoch war dies das erste Mal, dass ein solcher Fall vor einem schwedischen Gericht verhandelt wurde. (APA/AP)

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