In-Motion wirbt mit Waffengewalt für seinen Börsegang

10. Juni 2000, 17:58
Das Frankfurter Entertainment-Unternehmen In-motion AG wirbt mit einer umstrittenen Kampagne in Print, TV und Internet für seinen Börsengang am 20. Juni. Insgesamt werden drei Motive der Frankfurter Agentur Z-Communications in Publikums- und Wirtschaftstiteln sowie Tageszeitungen geschaltet. Das Pistolen-Motiv mit dem Claim "Action! Nicht nur im Kino. Wir gehen an die Börse" löste jedoch in einigen Redaktionen und Verlagen Diskussionen aus. Die Argumentation: Es sei gewaltverherrlichend. Zwei Verlage lehnten den Abdruck des Anzeigenmotivs schließlich ab.

Eye-Catcher?

Von Agenturseite hieß es dazu lediglich, man habe um die provokanten Eye-Catcher gewusst. Der Kunde habe aber nach Vorlage das Budget erhöht. "Spiegel", "Focus", "Wirtschaftswoche", "Stern", "Handelsblatt", "Telebörse", "Börse Online", oder "Aktien Research" druckten das Motiv ab. Der insgesamt siebenstellige Etat wird auch für TV-Spots in den Sendern n-tv, TV Bloomberg und CNN Deutschland eingesetzt. Daneben gibt es Internet-Werbung. Die Produktionsgesellschaft In-motion vermarktet ihre Proukte über Film, TV, Video und DVD/CD. So ist beispielsweise die Pop-Gruppe "Snap" ein Geschöpf von In-motion, die auch die Titelmusik für die Spots lieferte. (wuv/pte)

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