Bär "Nurmi" endete im Jagdmuseum

21. Juli 2006, 16:13
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Gleiches Schicksal vor 12 Jahren

Das gleiche Schicksal wie "Bruno" ereilte vor zwölf Jahren "Nurmi". Auch er war ein so genannter Problembär, der den Menschen zu nahe kam und dem lieben Vieh auf den Pelz rückte. Im Gegensatz zu "Bruno"trieb sich "Nurmi"- wegen seines ausdauernden Wanderdranges nach der finnischen Läuferlegende Paavo Nurmi benannt - aber im Alpenvorland herum und sorgte wochenlang für veritable Aufregung beim Tourismusbund.

Im Mariazellerland war von einem zehnprozentigen Nächtigungsminus die Rede, eingeschüchterte Anrainer verlangten sogar einen Bundesheereinsatz. Kein Wunder also, dass "Nurmi"auch von Politikern in Beschlag genommen wurde. So bot etwa Jörg Haider dem Braunen Asyl im Bärental in Kärnten an.

Am 11. Okotober 1994 lief der zum Abschuss freigegebene "Nurmi"schließlich im Raum Grünau im Almtal einem Waidmann vor die geladene Flinte. Der Name des Jägers wurde offiziell nie bekannt gegeben, seine ausgestopfte Beute befindet sich im Jagdmuseum Hohenbrunn in Oberösterreich. (simo, DER STANDARD-Printausgabe, 28.06.2006)

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