Tarifeinigung für TUI-Piloten

7. Juli 2006, 11:39
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Höhere Gage für mehr Arbeit - Streiks abgewendet

Hannover - Für die 600 Piloten der TUI-Flugtöchter Hapagfly und Hapag-Lloyd Express (HLX) ist eine Tarifeinigung erzielt worden. Das teilte die TUI am Montag in Hannover mit. Ein Arbeitskampf zu Beginn der wichtigen Sommersaison ist damit abgewendet. Die Flugzeugführer bekommen nach Angaben aus Konzernkreisen zwei Prozent mehr Gehalt, nehmen aber teilweise mehr Flugstunden in Kauf.

Wichtiger Erfolg für Flugchef

In einem schriftlichen Umlaufverfahren - mit einer Beteiligung von über 90 Prozent - hatten rund 75 Prozent der Cockpit-Beschäftigten das Angebot der Arbeitgeber für einen neuen Vergütungstarifvertrag akzeptiert. Die Einigung gilt auch als wichtiger Erfolg für den neuen TUI-Flugchef Christoph Müller. Er arbeitet derzeit an einem Konzept zur Neupositionierung der beiden deutschen TUI-Flugtöchter. "Ich bin sehr froh, dass dieser Abschluss uns jetzt ein Wachstum auf einer wettbewerbsfähigen Kostenstruktur ermöglicht", sagte er.

Für das Jahr 2007 werde die Flotte von derzeit 50 Flugzeugen um mindestens drei Boeing 737-700 aufgestockt, hieß es in der Mitteilung. Die zusätzlichen Flugzeuge sollen im Streckennetz von HLX zum Einsatz kommen.

Kern der Vereinbarung, die bis zum 31. Dezember 2008 gilt, ist eine einheitliche Gehaltstabelle für alle Piloten sowohl des Charterfliegers Hapagfly als auch der Niedrigpreis-Airline HLX. Zu den Eckpunkten des Kompromisses gehört auch eine Ausweitung der Eigenproduktion. Das bedeutet, dass sich die TUI verpflichtet, ein größeres Kontingent an Flugsitzen bei ihren Veranstalterreisen bei den hauseigenen Fluggesellschaften auszulasten. Im Interesse der Sicherheit ihrer Arbeitsplätze machten die Piloten im Gegenzug offenbar Zugeständnisse bei den Dienstzeiten. (APA/dpa)

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