Deutsche Bundesnetzagentur will Preise im Mobilfunk festsetzen

5. Juli 2006, 10:53
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Regulierer: Anbieter haben die Möglichkeit zu einer freiwilligen Einigung nicht genutzt

Die Bundesnetzagentur will künftig die Preise im Mobilfunk festsetzen.

Möglichkeit nicht genutzt

Die Mobilfunkanbieter hätten die Möglichkeit zu einer freiwilligen Einigung innerhalb der Branche nicht genutzt, teilte der Regulierer am Montag mit. Daher sollten die Terminierungsentgelte künftig durch die Behörde genehmigt werden. Ein entsprechender Regulierungsentwurf sei der EU-Kommission vorgelegt worden. Die EU-Kommission sowie die nationalen Regulierungsbehörden können nun innerhalb eines Monats zu dem Entwurf Stellung nehmen.

Kontrolle

Chefregulierer Matthias Kurth hatte auf eine freiwillige Einigung bei den Terminierungsentgelten gesetzt. Dabei handelt es sich um Gebühren, die die Mobilfunknetzbetreiber erhalten, wenn sie Anrufe aus dem Festnetz oder von Konkurrenten in ihr eigenes Netz leiten. Kurth wollte sich mit einer nachträglichen Kontrolle der Gebühren begnügen, wenn alle vier Betreiber von Mobilfunknetzen in Deutschland eine freiwillige Vereinbarung mit den Festnetzanbietern vorlegten. Die KNP-Tochter E-Plus hatte eine solche Vereinbarung anders als Vodafone D2, T-Mobile und O2 aber nicht vorgelegt.(Reuters)

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