China: Polizei löste Pressekonferenz von Kritikerinnen auf

26. Juni 2006, 14:12
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Frauen wollten über Polizeibrutalität auf dem Land informieren

Peking - Die chinesische Polizei hat am Montag in einem Pekinger Hotel vier Frauen daran gehindert, ReporterInnen über Polizeibrutalität auf dem Land zu informieren. Polizisten erschienen kurz vor der Veranstaltung und führten einen Reporter aus dem Hotelzimmer. Der Sohn einer der vier Frauen sagte später, diese hätten ihm telefonisch mitgeteilt, dass sie in ihrem Heimatbezirk Xiong zurückgebracht würden. Eine von ihnen sei verletzt worden.

Anzeigen wegen Vergewaltigung nicht verfolgt

Die Frauen aus der zentralchinesischen Provinz Hebei werfen der Polizei vor, Anzeigen wegen Vergewaltigung und Körperverletzung nicht nachgegangen zu sein. Als die Frauen versucht hätten, dieses Verhalten anzuzeigen, hätten die Polizisten sie geschlagen, bedroht und unrechtmäßig in Gewahrsam genommen. Bereits am Sonntag war dieselbe Gruppe von Frauen daran gehindert wurden, eine Pressekonferenz abzuhalten.

In China erlaubt es das Gesetz, Beschwerden über die Polizei bei den Zentralbehörden in Peking einzureichen. Häufig versuchen Betroffene auch, sich an die Medien zu wenden. (APA/AP)

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