"Tränen nach der Feldschlacht"

27. Juni 2006, 13:04
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Internationale Pressestimmen zu den WM-Achtelfinali am Sonntag

England - Ecuador 1:0

ENGLAND:

  • "Daily Mail": "Das englische Team strampelte sich 60 Minuten ab. Erst dann rettete Beckhams Brillanz das Team von Sven Göran Eriksson. Jetzt trifft es auf die Mannschaft von "Big Phil" (Felipe Scolari), dem Kopf hinter Englands Niederlagen bei der WM 2002 und der Europameisterschaft 2004."
  • "The Sun": "Das war eine Tortur über 93 Minuten. Beckham ist der Held der Stunde. Er schoss ein wunderbares Tor und musste sich dann übergeben. Doch David "Löwenherz" hat sich einfach saubergewischt und weitergespielt. Fantastisch!"
  • "The Times": "Scolari lauert schon im Hinterhalt. Rooney hat sich im Spiel gegen Ecuador an den Rande der Erschöpfung gebracht. Daran war nicht die Hitze schuld, sondern die Taktik. Verrückt, Rooney so lange ganz vorne laufen zu lassen."

    ECUADOR:

  • "El Expresso": "Ecuador hat am Sonntag in Stuttgart zwar 1:0 gegen England verloren und ist damit bei der WM in Deutschland ausgeschieden. Aber die "Tricolor" hat Geschichte geschrieben, indem sie die Heldentat vollbrachte, sich fürs Achtelfinale zu qualifizieren."
  • "La Hora": "Ecuador verabschiedet sich nach einem großartigen Spiel von der WM."
  • "El Universo": "Beckham riss die "Tricolor" aus ihren Träumen vom Einzug ins Viertelfinale. Aber trotz der Niederlage hat die Mannschaft bei ihrem ersten Spiel in der Runde der 16 besten Mannschaften der Welt eine tolle Leistung geboten."

    ARGENTINIEN:

  • "Clarin": "Ecuador reist erhobenen Hauptes aus Deutschland ab. Auftrag erfüllt. Am wenigsten Grund zum Feiern hat paradoxerweise England, die Mannschaft, die sich für das Viertelfinale qualifizieren konnte. Die Engländer siegten und kamen weiter, aber sie müssen viel, viel besser werden, wenn sie bei der WM noch weiter mitmischen wollen."

    SPANIEN:

  • "El Pais": "England hat sein absurdes Rennen bei dieser WM fortgesetzt. Jedes neue Spiel ist schlechter als das vorherige."

    ITALIEN:

  • "Corriere della Sera": "England leidet - Beckham findet das Tor in der Wüste. (...) Hässlich, langweilig, durchschaubar und zermürbend. Möge Gott die eigentlich wunderbaren Engländer retten."

    SCHWEIZ:

  • "Neue Zürcher Zeitung": "England siegt zwar gegen Ecuador 1:0, rennt aber den eigenen Ansprüchen hinterher. Die Südamerikaner vermochten an ihrer zweiten WM-Teilnahme in der Vorrunde zwei Mal zu gefallen, aber am Sonntag griff nicht viel ineinander. Nie vermochte England in Deutschland über 90 Minuten zu überzeugen, wie dies andere getan haben, die Weltmeister werden wollen."

    SCHWEDEN:

  • "Aftonbladet": "David Beckham hat mal wieder Trainer Eriksson gerettet. Diese beide Freunde gehen zusammen für England durch dick und dünn."

    FRANKREICH:

  • "L'Equipe": "Ein Blitz namens David Beckham. Obwohl krank, qualifiziert der englische Kapitän seine Equipe mit einem superben Freistoß für das Viertelfinale. Aber was für ein armseliges Spiel."

    Portugal - Niederlande 1:0

    PORTUGAL:

  • "A Bola": "Helden des Widerstands! Der Sieg stößt die Tür zu einem Traum auf, der bisher eher heimlich in der Seele der Portugiesen schlummerte."
  • "Publico": "Unglaublich! Mit neun Spielern hielt Portugal in der Schlacht von Nürnberg stand. Es war ein ebenso denkwürdiges wie außergewöhnliches Spiel, auch wegen der vielen gelben und roten Karten."
  • "Diario de Noticias": "Mit einer wahren Heldentat hat Portugal den Einzug ins Viertelfinale geschafft."

    NIEDERLANDE:

  • "Telegraaf": "Tränen nach der Feldschlacht. Die Mannschaft von Marco van Basten, die die Gruppenphase so leicht überlebte, war dem Angstgegner Portugal im heftigen Kampf nicht gewachsen."
  • "Trouw": "In einem denkwürdigen und durch nichts zu rechtfertigenden Gefecht wurde die Nationalmannschaft von der deutschen Bühne geschoben."
  • "Volkskrant": "Die Niederlande wurden bei der Weltmeisterschaft in Deutschland ausgeschaltet, aber es wäre besser gewesen, wenn die FIFA auch Portugal nach Hause geschickt hätte. Beide Länder bereiteten in einer makabren Parodie auf den Fußball dem Sport eine Schande."

    SPANIEN:

  • "Marca": "Der Schiedsrichter hat ein großes Spiel ruiniert."

    FRANKREICH:

  • "Le Figaro": "Ein beklagenswertes Spektakel. Ein den Dingen nicht gewachsener Schiedsrichter und ein erbittertes, nervöses, schäbiges und gewalttätiges Revanche-Match mit 4 Roten und 16 Gelben Karten."

    SCHWEIZ:

  • "Tages-Anzeiger": "Ein wenig wurde zwischendurch auch Fußball gespielt. Ansonsten war die Partie geprägt durch eine Vielzahl von Fouls und immerhin eine spannende Schlussphase mit verzweifelten Angriffen der Holländer. Sie verloren eine Viertelstunde vor Schluss jeglichen Respekt vor dem Fairplay."

    SCHWEDEN:

  • "Expressen": "Der Kurzschluss des Jahres."

    ITALIEN:

  • "La Repubblica": "Schlägerei auf dem Nürnberger Spielfeld: Portugal im Viertelfinale, addio Holland. (...) Schade, dass das Image von Portugal und Holland durch diese zweite Halbzeit so beschmutzt wurde. Hier gab es wirklich alles zu sehen, außer einem Fußballspiel."
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