Sommersaison startete mit elfprozentigem Nächtigungsminus

16. Juli 2006, 18:06
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Vor allem ausländische Gäste blieben wegen schlechten Wetters und Feiertagsverschiebung aus

Wien - Die österreichischen Tourismusbetriebe haben zum Start der Sommersaison 2006 ein deutliches Nächtigungsminus hinnehmen müssen. Die Zahl der Übernachtungen ging im Mai um 10,6 Prozent auf 5,8 Mio. zurück, teilte die Statistik Austria am Montag mit. Die Zahl der Ankünfte nahm im Mai um 6,4 Prozent auf knapp 2 Mio. ab.

Das negative Nächtigungsergebnis sei vor allem auf das Ausbleiben von ausländischen Gästen (minus 16,7 Prozent) zurückzuführen, während die Zahl der Inländer stagnierte. Neben der ungünstigen Witterung dürften für das Ergebnis auch die Verschiebung der Pfingstferien bzw. Fronleichnam von Mai im Jahr 2005 auf Juni im Jahr 2006 gewesen sein.

Die Zahl der Nächtigungen nahm in allen Hotel-Kategorien sowie in Privatquartieren und privaten Ferienhäusern/-wohnungen ab.

Höchste Rückgänge in Vorarlberg

Die Zahl der Nächtigungen von Touristen aus dem Hauptherkunftsmarkt Deutschland ging um 27,1 Prozent zurück, aus der Schweiz um 14,9 Prozent und aus den Niederlanden um 14,7 Prozent, während bei den Übernachtungen französischer (+12,8 Prozent), italienischer (plus 5,8 Prozent), britischer (plus 5,2 Prozent) und amerikanischer Gäste (plus 10,2 Prozent) Zuwächse verzeichnet wurden.

Mit Ausnahme von Wien (plus 5,0 Prozent) und Niederösterreich (plus 0,8 Prozent) waren die Nächtigungen in allen Bundesländern rückläufig. Die höchsten Rückgänge wurden in Vorarlberg (minus 21,0 Prozent) verzeichnet, die geringsten in Oberösterreich (minus 8,2 Prozent). Im nach Nächtigungsanteilen stärksten Bundesland Tirol lag das Minus bei 19,8 Prozent.

Von Jänner bis Mai ging die Zahl der Nächtigungen um 0,8 Prozent auf 54,3 Mio. zurück. (APA)

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