Kurzparkscheinhalter und Mikrowellenzange

10. Juni 2000, 14:10

Theodor Hirl, ein wackerer Wiener Pensionist, ist als Erfinder nützlicher Kleinigkeiten erfolgreich

Wien - Der Wiener Pensionist Theodor Hirl (71) (er)findet für kleinste Probleme eine Lösung. Verbrannte Finger, vergessene Termine oder davonfliegende Kurzparkscheine gehören der Vergangenheit an, geht es nach dem Hobbybastler. Ab Juli kommt seine neueste Errungenschaft auf den Markt: Die "Hirl-Klammer" wird ganz einfach hinter die Windschutzscheibe gepickt, Kurzparkscheine werden eingeklemmt, und ein Davonfliegen ist nicht mehr möglich.

Diese Klammer, benannt nach seinem Erfinder, ist eine Art Plastikscharnier, das an beiden Enden mit einem Metall- und Magnetstück versehen ist. Somit könne "blattförmiges Gut wie Parkzettel" (Hirl) zwischen den beiden Metallteilen befestigt werden. Auf der Rückseite befindet sich ein Klebepunkt der auf Scheiben oder Ähnliches fixiert werden kann. "Die Klammer ist so klein, dass sie, wenn sie auf die Windschutzscheibe geklebt wird, gar nicht stört. Man kann sie ja zum Beispiel hinter der Vignette verstecken", meinte der 71-Jährige.

Aber nicht für Parkscheine sei die Klammer von Vorteil, sagte Hirl. Mit der Erfindung können auch Namensschilder oder Visitenkarten bei Tagungen, die oft in einer Plastikfolie mit einer Sicherheitsnadeln an die Kleidung befestigt werden, auf den Kragen von Hemd oder Bluse geklemmt werden. "Aber das zerstörungsfrei", so der Hobbyerfinder.

Dauerbrenner

Hirl, der seine Klammer bereits im Dezember 1999 beim Patentamt angemeldet hat, hat schon mehrere Erfindungen gemacht. Vor 15 Jahren entstand ein kleines Lottospiel in Form eines Schlüsselanhängers. Wie ein kleines Geduldsspiel rollen 39 rote und sechs weiße Kugeln an 45 Plätze, die mit den Lottozahlen gekennzeichnet sind. Die Zahlen, an denen die weißen Kugeln per Zufall hinein rutschen, können in den Lottoschein eingetragen werden. In Österreich hat Hirl die kleine Erfindung 300.000 Mal verkauft.

Aber auch die Mikrowellenzange, die verhindern soll, dass man sich beim Herausholen von erwärmten Speisen verbrannte Finger holt, geht auf seine Kappe. In zwei Größen hat der 71-Jährige die Zange bereits auf Messen präsentiert. (APA)

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