Palästinensische Extremisten weisen Entführungsvorwürfe zurück

26. Juni 2006, 18:46
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"Volkswiderstandskomitee" hat nach eigenen Angaben keine Informationen über Verbleib des israelischen Soldaten

Gaza - Eine palästinensische Extremistengruppe hat Medienberichte zurückgewiesen, nach denen sie einen israelische Soldaten entführt haben soll. Die Gruppe habe keine Informationen über den Verbleib des Soldaten, sagte ein Sprecher des "Volkswiderstandskomitees" am Montag im Gaza-Streifen. Die Extremisten hatten gemeinsam mit Anhängern der regierenden Hamas am Sonntag einen Militärposten an der Grenze des Gaza-Streifens mit Israel überfallen. Dabei wurden zwei Israelis getötet. Ein Soldat wurde nach Angaben der Armee von den Angreifern verschleppt.

Die palästinensischen Behörden bekräftigten, sie versuchten den Soldaten zu finden. "Wir bemühen uns weiterhin um die Freilassung des entführten Soldaten", sagte ein Vermittler, der nicht namentlich genannt werden wollte. "Uns wurde gesagt, dass es dem Soldaten gut geht." Die französische Botschaft teilte mit, der entführte Soldat habe auch die französische Staatsbürgerschaft. Daher werde sich auch Frankreich für seine Freilassung einsetzen, sagte eine Sprecherin. Das Land habe bereits Kontakte zu den palästinensischen Behörden aufgenommen. Bei dem Soldaten handle es sich um einen Wehrdienstleistenden.

Die israelische Regierung hatte den Palästinensern nach dem Vorfall 48 Stunden Zeit gegeben, um den Soldaten freizulassen. Sollte dies nicht geschehen, drohte sie mit Vergeltungsschlägen. Israel ließ bereits Truppen am Rande des Gaza-Streifens aufmarschieren. (APA/Reuters)

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