Hoffnungsmärkte für Transportation Systems im Osten

19. Juli 2006, 16:00
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Siemens besorgt über Kürzung von Nahverkehrsmitteln in Deutschland - Keine Auslastungsprobleme bei Werken in Graz und Wien

Uerdingen - Siemens Transportation Systems (TS) klagt über zu geringe Aufträge aus Deutschland. "Wir haben hier heute zu 100 Prozent Fertigung für das Ausland", meint der Vorstandsvorsitzende für den Bereich Transportation Systems, Hans M. Schabert. Kamen 2005 noch 34 Prozent der Bestellungen aus Deutschland, waren es im Vorjahr nur mehr 18 Prozent, hieß es zur APA. Dies würde die Weiterentwicklung von Zügen in Europa gefährden.

Die Hoffnungsmärkte liegen für den Zuganbieter derzeit im Osten: 72 Metrozüge für die U-Bahn in Shanghai, 180 Doppellokomotiven und 60 Hochgeschwindigkeitszüge für China, 23 Zehn-Wagengarnituren für den russischen Hochgeschwindigkeitsverkehr.

Keine Probleme in Österreich

Keine Probleme bereitet auch der österreichische Markt, wo Siemens die Position als "weiter gefestigt" bezeichnet. Mit dem Bau von 23 Railjetzügen auf ICE-Basis für die ÖBB soll demnächst begonnen werden. Außerdem werden 40 Desiro-Triebwagen für die Österreichischen Bundesbahnen produziert.

Das Siemens-Werk Graz ist als Kompetenzzentrum für Drehgestelle ausgelastet, hieß es. In Wien wäre das nicht so, allerdings wurde Wertschöpfung von Uerdingen dorthin gebracht, das heißt, der ursprünglich in Deutschland vorgesehene Bau von 40 Straßenbahngarnituren für die Budapester Verkehrsbetriebe erfolgt nun im Simmeringer Werk. (APA)

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