US-Senatoren drängen Bush zu direkten Gesprächen mit Pjöngjang

5. Juli 2006, 13:27
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Diplomatie wegen angeblich bevorstehenden Raketentests intensivieren

Washington - Im jüngsten Raketenstreit mit Nordkorea haben US-Senatoren Präsident George W. Bush zu direkten Gesprächen mit dem kommunistischen Land aufgerufen. Nach dem derzeitigen Stand der Dinge sei es ratsam, die Diplomatie zu intensivieren, sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Senat, Richard Lugar, dem Sender CBS am Sonntag. Dazu zählten auch direkte Kontakte, betonte der Republikaner. Je früher solche Gespräche stattfänden, desto besser, fügte die Nummer Zwei der Republikaner im Ausschuss, Chuck Hagel, im Gespräch mit dem Sender CNN hinzu.

Die Spannungen zwischen beiden Staaten hatten sich zuletzt wieder verschärft, nachdem Nordkorea offenbar Tests einer ballistischen Rakete vorbereitete, die auch das US-amerikanische Festland erreichen könnte. Die Länder befinden sich ohnehin in einem Konflikt über das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm. Bisher lehnt die US-Regierung direkte Gespräche mit der Führung in Pjöngjang über den angeblich bevorstehenden Raketentest ab.

Über das nordkoreanische Atomwaffenprogramm wurde zuletzt im Rahmen der so genannten Sechs-Parteien-Gespräche verhandelt, an denen neben den USA und Nordkorea auch Südkorea, Japan, Russland und China beteiligt sind. Allerdings stocken diese Verhandlungen seit Monaten. Nordkorea verfügt nach eigenen Angaben über Atomwaffen. (APA/Reuters)

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