Maradona leistete Schwerarbeit

25. Juni 2006, 18:02
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Argentinische Fußball-Ikone und Maskottchen lief zur Höchstform auf -Mexikanische Zuschauer machten sich über 45-Jährigen lustig

Berlin/Buenos Aires - Diego Armando Maradona setzt sich als "Maskottchen" der argentinischen WM-Fußballer harten gesundheitlichen Belastungen aus. Auch beim Achtelfinalsieg gegen Mexiko (2:1) schwenkte der ehemalige Ausnahmefußballer schier unermüdlich ein Fantuch mit der Hand, die ihm nach eigener Aussage bei der WM vor 20 Jahren "mit Gottes Hilfe" ein wichtiges Tor gegen England erzielen ließ.

Dieses berühmte Handspiel hatte die Sportzeitung "Ole" wohl im Kopf, als sie den Bombenschuss von Maxi Rodríguez als "Händchen Gottes" bezeichnete. Im Leipziger Zentralstadion flippte der 45-jährige Maradona bei den Toren für sein Land schier aus und tanzte wie ein Verrückter durch die Sitzreihen. Schweißtreibend war dabei schon das Zuschauen, und auch der Jubelnde selbst meinte: "Ich bin völlig durchgeschwitzt, als ob ich selbst gespielt hätte."

Zehntausende mexikanische Fans machten sich in Leipzig über Maradona lustig, erinnerten an seine ehemalige Kokain-Abhängigkeit. Auch argentinischen Zuschauern fiel auf, wie ausgeflippt der wieder in die Breite gegangene "Goldjunge" auf der Tribüne herumhüpfte, mehr oder weniger behände über die Sitze kletterte, um FIFA-Präsident Sepp Blatter und WM-Organisationschef Franz Beckenbauer zu herzen und sich dann auch noch eine Zigarre genehmigte.(APA/dpa)

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    Diego gibt Gas.

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