"Überfahren, verprügelt, und in Grund und Boden gespielt"

26. Juni 2006, 10:42
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Deutschland macht Eindruck, Schulterklopfen für Mexikaner - Pressestimmen zu den Samstag-Spielen

Berlin (APA/dpa) - Pressestimmen zu den WM-Achtelfinali Deutschland gegen Schweden und Argentinien gegen Mexiko vom Sonntag: ~ Deutschland - Schweden 2:0

DEUTSCHLAND

  • BILD am Sonntag: "SCHWARZ ROT Poldi! Deutschland bejubelt Supersieg gegen Schweden! Bei über 30 Grad wurden die IKEA-Elche im Münchner Stadion gegrillt. Klinsis wichtigster Sieg lässt uns alle vom Titel träumen. Poldi machte peng-peng und Deutschland tanzt die Poldinäse!"

  • Berliner Morgenpost: "Doppelpack von Lukas Podolski - Deutschland stürmt weiter!"

  • "FAZ am Sonntag": "Die Mannschaft hat ihre Reifeprüfung mit dem ersten K.o.-Spiel bei der Endrunde in zeitweilig atemberaubender Weise bestanden. In der ersten Viertelstunde entluden sich all die deutschen Hoffnungen auf eine auch sportlich grandiose Weltmeisterschaft in einer Weise, wie sie der deutsche Fußball bei einem großen Turnier lange nicht mehr erlebte."

  • "Tagesspiegel": "Die deutsche Mannschaft hat gestern nicht sehr gut, sondern wirklich hervorragend gespielt. Nicht nur, weil sie ohne Zweifel am Erfolg auf den Platz gegangen ist, sondern diese Siegesgewissheit auch sofort in Leistung, sprich Tore, umgesetzt hat."

    SCHWEDEN

  • "Aftonbladet": "Nie zuvor ist eine schwedische Nationalmannschaft dermaßen überfahren, verprügelt, und in Grund und Boden gespielt worden."

  • "Expressen": "Zwei Tore in nur zwölf Minuten, Teddy Lucic vom Platz gestellt, Henrik Larssons verschossener Elfmeter - Es wurde kein schwedisches Bombenspiel gegen Deutschland."

  • "Svenska Dagbladet": "Der Platzverweis von Lucic änderte nichts am Spielverlauf. Es hatte schon vorher so ausgesehen, als hätten die Deutschen einen Mann mehr auf dem Feld gehabt."

    SPANIEN

  • "El Pais": "Deutschland hat die Revolution ausgerufen. Es erhebt sich gegen ein Spielsystem, das eine versteinerte Macht repräsentierte. Die Neuerung geht so weit, dass man von einer Neugründung des deutschen Fußballs sprechen kann."

  • "Marca": "Die deutsche Maschinerie zermalmt Schweden."

    FRANKREICH

  • "L'Equipe": "Jetzt machen sie Angst. Das war sicherlich das beste Spiel der Deutschen, seit Klinsmann Trainer ist. Souverän im Spiel gegen die Schweden, hört Deutschland nicht auf, an Stärke zuzulegen."

    ITALIEN

  • "Gazzetta dello Sport": "Deutschland frisst Schweden in zwölf Minuten auf. Wenn man davon absieht, dass die Schweden irgendwie nicht auf dem Platz waren, muss man feststellen, dass Deutschland beginnt, Eindruck zu machen. Es scheint, als hätte Klinsmann eine mittelalterliche Kriegsmaschine geschaffen, oder besser noch ein Katapult, das von überallher Schüsse abfeuert."

    GROSSBRITANNIEN

  • "Mail on Sunday": "Auf einmal nehmen alle Klinsmann ernst. Das Duo Podolski-Klose steigert sich von Spiel zu Spiel. Kein Team freut sich auf eine Begegnung mit dieser revitalisierten Fußballmacht."

    SCHWEIZ

  • "SonntagsBlick": "Elchtest bestanden - Ikea-Boys zu hölzern. Schweden ertrinkt in einem schwarz-rot-goldenen Meer. Deutschland zieht mit Power-Fußball ins Viertelfinale ein und ist eine einzige Fan-Meile von Flensburg bis Friedrichhafen."

    Argentinien - Mexiko (2:1 n.V.)

    ARGENTINIEN

  • "Ole": "Maxi-Bomber. In einem extrem schwierigen Spiel ebnete erst der Bombenschuss von Rodriguez in der Verlängerung den Weg ins Viertelfinale."

  • "La Nacion": "Der Erlösungsschrei war in ganz Deutschland zu hören. Ein schwerer Sieg zählt doppelt. Argentinien hat Mexiko in einer wahren Fußballschlacht bezwungen. Nun erwartet uns Deutschland, ein weiterer schwerer Gegner. Am Freitag wollen die Jungs von Pekerman wieder Geschichte schreiben."

  • "Clarin": "Zeitweise verhedderte sich die Mannschaft in ihrer eigenen Nervosität und erinnerte überhaupt nicht an die vorigen Spiele. Aber als es am schwierigsten wurde, zeigte sie ihr anderes Gesicht: das der Opferbereitschaft und des Kampfgeistes. In Leipzig wurde das andere Argentinien sichtbar, das die Zähne zusammenbiss, litt und nicht gerade gut spielte. Aber die Mannschaft hatte dieses heilige Feuer, mit dem man den Gegner und sich selbst überwinden kann. Doppelt verdient gewonnen."

    MEXIKO

  • "Reforma": "Unsere Nationalmannschaft hatte klare Vorteile bei Ballbehandlung und in der Offensive, womit sie die Südamerikaner in ernste Bedrängnis brachte. Aber eine geniale Aktion von Maxi Rodriguez in der Nachspielzeit machte Schluss mit den mexikanischen Hoffnungen."

  • "El Norte": "Wieder einmal hatte die Mannschaft Mumm, und zwar mehr als genug. Sie spielte wie nie gegen einen Großen. Aber sie verlor wie immer bei den großen Veranstaltungen."

  • "Exelsior": "Mit einem Supertor von Maxi endete der mexikanische Traum."

    SPANIEN

  • "El Pais": "Mexiko war die bessere Mannschaft. Maxi Rodríguez rettet ein enttäuschendes Argentinien. Sein Supertor gehört zu jenen Treffern, die durch ihre Schönheit, ihren Schwierigkeitsgrad und ihre Bedeutung in die WM-Geschichte eingehen."

    FRANKREICH

  • "L'Equipe": "Da ist Argentinien aber ins Schwitzen geraten! Bedrängt von den Mexikanern haben die Argentinier hart gekämpft, um sich das Viertelfinalspiel gegen Deutschland zu gönnen."
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