Proteste gegen Schaf-Weitwurf-Wettbewerb in Südafrika

27. Juni 2006, 11:27
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Tiere sollen mit Katapult in Wasserbecken geworfen werden

Johannesburg - In Südafrika bringt ein geplanter Weltrekord im "Schaf-Weitwurf" Tierschützer in Rage. Die Organisatoren haben ein Katapult aufgebaut, um bei einem Dorffest im ländlichen Smithfield die Tiere mindestens 50 Meter weit in ein Wasserbecken zu befördern. Vier Schafe unterschiedlicher Rassen stünden als Kandidaten bereitet, berichtete die Zeitung "Sunday Times".

Während in der örtlichen Wirtshäusern Wetten auf die am weitesten fliegenden Kandidaten abgeschlossen werden, kritisierte Tierschutz-Inspektor Del Jones das Vorhaben als "geschmacklos". Selbst wenn es sich um einen schlechten Scherz handle, um Aufmerksamkeit auf das Dorffest am nächsten Samstag zu lenken, sei das ganz nur als "unmoralisch" zu kritisieren, meint Jones.

Sep Smith, der Erbauer des Schaf-Katapults, ist dagegen zuversichtlich, dass der Weitwurf ein Erfolg wird. Er sieht nur eine Möglichkeit, das Ganze zu stoppen - die Tierschützer müssten die Katapult-Wettkämpfer gewissermaßen aufkaufen. "Wir werden einen Eimer aufstellen mit dem Hinweisschild: 'Rettet die Schafe'." Wenn die Leute genug Geld reinwerfen, um das Preisgeld auszugleichen, würden die Schafe nicht durch Luft fliegen. (APA/dpa)

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