Frankreich am bravsten

28. Juni 2006, 15:50
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Team von Domenech in der Fair-Play-Wertung auf Platz eins - Böse Buben mit Serbien und Kroatien bereits ausgeschieden - Bereits jetzt öfter Gelb und Rot gezeigt als im gesamten Turnier 2002

Berlin - Frankreich führt die Fair-Play-Wertung nach der Vorrunde an. Hinter den Blauen rangieren Brasilien und Spanien. Die Viertelfinal-Gegner Deutschland und Argentinien rangieren gemeinsam auf Platz fünf. Die unfairsten Mannschaften sind bereits ausgeschieden: Kroatien und Serbien-Montenegro sind auf den letzten beiden Rängen zu finden.

Die technische Studiengruppe der FIFA erstellt die Rangliste. In jedem Spiel bewertet sie das Verhalten und Auftreten der Teams auf und außerhalb des Spielfelds. Ziel des Wettbewerbs ist es, ein faires Miteinander zwischen Spielern, Offiziellen und Zuschauern zu erzielen.

Das Siegerteam in diesem Wettbewerb erhält neben der Trophäe und einer Medaille für jeden Spieler und Offiziellen einen Scheck über 50.000 US-Dollar (39.994 Euro). Das Geld soll zweckgebunden für Fußball-Ausrüstung für Jugendliche eingesetzt werden. Bewertet wird jede Partie, aber nur Teams, die mindestens in die zweite Runde eingezogen sind, haben die Chance, den Wettbewerb zu gewinnen.

Schon 19 Ausschlüsse

Trotz größtenteils fairer Spiele haben die Schiedsrichter in Deutschland bereits mehr rote und gelb-rote Karten verteilt als im gesamten Turnier 2002. 19 Spieler (5 Mal Rot, 13 Mal Gelb-Rot) wurden bisher vom Platz gestellt, zwei mehr als vor vier Jahren bei der WM in Japan und Südkorea. Damals hatten allerdings 11 Spieler direkt Rot gesehen und nur sechs Gelb-Rot.

Wie FIFA-Sprecher Markus Siegler sagte, hätten die Schiedsrichter konsequent durchgegriffen. "Dadurch, dass die Schiedsrichter die Regeln konsequent anwandten, waren die Spieler von vornherein gewarnt." Siegler verwies darauf, die Referees seien vor der WM angewiesen worden, dass es "von grundlegender Wichtigkeit ist, dass die Schiedsrichter die WM-Plattform nutzen um zu zeigen, wie die Regeln angewandt werden". (APA/AP)

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