Portugal: Mutmaßlicher Serienmörder gefasst

26. Juni 2006, 15:48
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Ex-Soldat soll drei junge Frauen misshandelt und erwürgt haben

Lissabon - Die portugiesische Polizei hat einen mutmaßlichen Serienmörder gefasst, der seit Mai vergangenen Jahres mindestens drei junge Frauen aus seiner Nachbarschaft getötet haben soll. Bei dem Mann handelt es sich nach Presseberichten vom Wochenende um einen ehemaligen Gefreiten der Nationalgarde. Dem Ex-Soldaten wird zur Last gelegt, seine 16, 17 und 18 Jahre alten Opfer misshandelt und erwürgt zu haben. Die Polizei schließt nicht aus, dass der 53-jährige Familienvater weitere Morde auf dem Gewissen hat. "Er ist ein Psychopath", sagte ein Ermittler.

Die Ermittlungen begannen nach dem Fund einer Mädchenleiche im Mai 2005. Sie wurde in einem Sack in der Nähe eines Campingplatzes an einem Strand bei Figueira da Foz an der Atlantikküste entdeckt. Die 16-Jährige war eine Woche zuvor verschwunden. Im Glauben, sie sei spontan mit einem Freund nach Frankreich gereist, hatte ihre Familie sie nicht als vermisst gemeldet. Im Abstand von jeweils sechs Monaten verschwanden dann zwei weitere Frauen.

Im Polizeiverhör habe der 53-Jährige ein Geständnis abgelegt. Er gab an, die anderen beiden Leichen in einen Stausee nahe Coimbra geworfen zu haben. Eine von ihnen entdeckten Polizeitaucher am Samstagabend in einem mit einem großen Stein versehenen Plastiksack.

Die drei Opfer und der mutmaßliche Täter stammen aus dem selben Viertel in Santa Comba Dão bei Coimbra. Sie seien einander täglich begegnet, hieß es. Der Ex-Soldat sei in dem Ort sehr beliebt gewesen und habe sich sogar an der Suche nach den verschwundenen Frauen beteiligt. Die Polizei prüft nun, ob es einen Zusammenhang mit weiteren Vermisstenfällen in der Gegend gibt. (APA/dpa)

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