Indirekter Blitzschlag: Computer reagieren empfindlich

2. Juli 2006, 16:26
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Bis zu 40 Millionen Euro Schaden jährlich - in Österreich mindestens 130.000 Elektrogeräte beschädigt

150.000 Blitze zucken pro Jahr durchschnittlich über Österreichs Himmel. Das Naturschauspiel kann teure Folgen haben: Durch Überspannungen nach indirekten Blitzschlägen wurden 2005 hier zu Lande mindestens 130.000 Elektrogeräte beschädigt und an Versicherungen gemeldet, rechnete Gerhard Bernard von der Allianz Versicherung in einer Aussendung vor. Das entspreche einem geschätzten Schaden von 33 bis 40 Millionen Euro.

Überspannungsschutz-Systeme

Viele Haushaltsversicherungen würden diese Summen abdecken, so der Experte. Vermeiden könne man ein Kaputtgehen von Elektrogeräten durch indirekten Blitzschlag mit so genannten Überspannungsschutz-Systemen, teilte die Landesinnung der Wiener Elektrotechniker mit. Diese Sicherheitsanlage reduziere die extrem hohe Spannung in drei Stufen, erklärte Landesinnungsmeister Josef Witke.

Computern

Auch wenn Blitze kilometerweit entfernt einschlagen, können sich ihre Spannungen in das Stromnetz übertragen. "Plötzlich schießen Spitzen von einigen tausend (Volt, Anm.) durch das Netz und in Elektroanlagen, die für 230 Volt ausgelegt sind", sagte der Elektrotechnik-Experte. Vor allem elektronische Bauteile, wie sie etwa in Computern und vielen Haushaltsgeräten zu finden sind, reagieren empfindlich auf Überspannungen. (Apa)

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    150.000 Blitze zucken pro Jahr durchschnittlich über Österreichs Himmel.

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