China plant Eisenbahnlinie von Uganda in den Sudan

4. Juli 2006, 15:20
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Bau der Linie hängt offensichtlich mit Erdölinteressen zusammen

Kampala - Mit einem Besuch in Uganda hat der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao seine Reise durch sieben Länder Afrikas beendet. In der Hauptstadt Kampala kam er mit dem ugandischen Präsidenten Yoweri Museveni zusammen. Beide Seiten unterzeichneten am Samstag eine Reihe von Wirtschaftsabkommen in den Bereichen Handel, Tourismus, Bergbau und Energie.

Vereinbart wurde auch der gemeinsame Bau einer Eisenbahnlinie, die die nordugandische Stadt Pakwach mit der südsudanesischen Stadt Juba verbinden soll. Die Finanzierung und der Zeitplan für das Projekt müssen allerdings noch geklärt werden. China habe dem Bau aber nach langen Gesprächen zugestimmt, sagte ein hoher ugandischer Regierungsbeamter.

Keine Unterstützung für Taiwan

Im Gegenzug zu den chinesischen Investitionszusagen versprach Uganda in einer gemeinsamen Erklärung, es werde Taiwan nicht unterstützen. China betrachtet die ostasiatische Inselrepublik als abtrünnige Provinz. Wen Jiabao hatte zuvor Ägypten, Ghana, Kongo-Brazzaville, Angola, Südafrika und Tansania besucht.

Dem Bau der Bahnlinie ist wohl vor dem Hintergrund der chinesischen Erdölinteressen im Sudan zu sehen. Die sudanesischen Rohöl-Produktion wuchs seit der Fertigstellung einer Pipeline von den Feldern im Süden des Landes bis zur nördlichen Hafenstadt Port Sudan im Jahr 1999 rapide. Die Regierung in Khartum arbeitet in Sachen Erschließung der Reserven eng mit der Staatlichen Chinesischen Ölgesellschaft (CNPC) zusammen. (APA/dpa)

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