Lukaschenko kündigt Aufrüstung an

24. Juni 2006, 17:01
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Präsident schließt Stationierung russischer Nuklearwaffen nicht aus

Minsk - Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko will die Streitkräfte seines Landes aufrüsten. Dies sei notwendig, um "einer Bedrohung von Seiten des Westens" begegnen zu können, sagte Lukaschenko am Samstag beim bisher größten gemeinsamen Manöver weißrussischer und russischer Truppen im Großraum Minsk. Dabei schloss er auch die Stationierung russischer Nuklearwaffen im Land nicht aus. Das Verteidigungsministerium in Moskau lehnte einen Kommentar dazu ab.

Zu dem Manöver von 7.000 weißrussischen und 1.800 russischen Soldaten aller Waffengattungen war ursprünglich auch der russische Präsident Wladimir Putin erwartet worden. Er schlug die Einladung jedoch aus. Beobachter werteten dies als Versuch des Kremls, die Kontakte zu Weißrussland herunterzuspielen. Der häufig als "letzter Diktator Europas" bezeichnete Lukaschenko strebe offensichtlich engere bilaterale Beziehungen an, als Moskau dies wünsche. (APA/AP)

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