Linux keine Bedrohung für Windows

31. Juli 2006, 10:22
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Microsoft- Manager: "Open-Source Code ist kommerziellen Code schrecklich unterlegen" – Bewunderung für die Community

"Am Desktop ist Linux keine Bedrohung für Windows", betont der Microsoft Manager Bill Hilf, Nachfolger des gerade aus dem Konzern ausgeschiedenen Martin Taylor (Der WebStandard berichtete), in einem Interview.

Komplizirtes Szenario

Seit Jahren werde berichtet, dass der Durchbruch von Linux im Desktop-Markt kurz bevor stehe, so Hilf: "Ich verwende am Desktop Linux seit einer wirklich langen Zeit, und jedes Jahr wird behauptet, dies sei das Jahr von Linux, dies sei das Jahr, in dem Microsoft herausgefordert wird. Aber beim Desktop handelt es sich um ein sehr kompliziertes Szenario".

Tests

Schuld daran sei das Entwicklungsmodell bei freier Software. Hilf zu folge seien für ein Desktop-System ausführliche Tests notwendig. Als Beispiel nennt er Tests bei der Treiberkompatibilität. "Üblicherweise testen bei Open-Source Software die Anwender und melden Fehler an die Entwickler. Die End-User wollen aber keine Tester sein", sieht Hilf den Kern des Problems.

Magie der Open-Source Software

"Die Magie der Open-Source Software hat nichts mit der Software zu tun. Es hat überhaupt nichts mit dem Code zu tun. Der meiste Open-Source Code ist kommerziellen Code schrecklich unterlegen", erklärt Hilf. Das Besondere sei die Art der Zusammenarbeit zwischen den Entwicklern: "Das Magische liegt in der Gemeinschaft und wie man in der Community interagiert, daran teilnimmt und Entwicklungen transparent genug macht, so dass einem die Gemeinschaft Glauben schenkt und vertraut".

Mit dem Ziel, im Desktop-Bereich Erfolge aufzuweisen, würden sogar Unternehmen wie Novell und Red Hat von der traditionellen Open-Source Methoden abweichen und das Microsoft- Entwicklungsmodell nachahmen, so Hilf. (red)

  • "Die Magie der Open-Source Software hat nichts mit der Software zu tun. Es hat überhaupt nichts mit dem Code zu tun", so der Microsoft Manager  Bill Hilf.
    epa photo / efe

    "Die Magie der Open-Source Software hat nichts mit der Software zu tun. Es hat überhaupt nichts mit dem Code zu tun", so der Microsoft Manager Bill Hilf.

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