KiwiBlue: Trackingsoftware verfolgt Diebe

3. Juli 2006, 10:40
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Österreichisches Jungunternehmen zeigt intelligentes Video-Überwachungssystem

Das Wiener Start-Up-Unternehmen KiwiBlue hat eine intelligente Software entwickelt, die Video-Überwachungssysteme effizienter und sicherer machen soll. „Menschliche Fehler werden durch die Unterstützung von KiwiVision reduziert“, erklärt Firmengründer Florian Matusek im Gespräch mit pressetext. Die Software erkennt automatisch ungewöhnliche Vorgänge und könne beispielsweise in Museen eingesetzt werden. Ebenso in allen sonstigen überwachten Umfeldern wie etwa Flughäfen, Start- und Landepisten, Lagern, Banktresorräumen, öffentlichen Plätzen oder auch Privatwohnungen. "Unser System kann menschliche Überwachungstätigkeit entscheidend effizienter machen", so Matusek.

Alarm

„KiwiVision erstellt ein dynamisches Modell einer Szene und allen beteiligten Personen und Objekten und wertet dieses aus. Die erfassten Objekte und Personen werden in Echtzeit identifiziert, klassifiziert und verfolgt“, erklärt Matusek. Aufgrund definierter Regeln (beispielsweise darf ein Raum nur durch eine bestimmte Tür betreten werden) kann unmittelbar Alarm gegeben werden, wenn diese verletzt werden.

Die richtige Kamera

Im Fall einer Objektüberwachung verfolgt das System den Dieb und zeigt dem Wachmann immer die Bilder der Kamera, auf der der Kriminelle gerade zu sehen ist. Gerade in dem Fall, dass sehr viele Kameras überwacht werden müssen, ist KiwiVision ein nützliches Programm. „Der Sicherheitsmann sitzt dann nur mehr vor zwei Monitoren. Ein Bildschirm bietet ihm eine Übersicht, der zweite zeigt die Bilder der Kamera, bei der sich gerade etwas Interessantes tut. Verfolgt das System eine Person, so wird immer die richtige Kamera zugeschaltet“, erläutert Matusek.

Module

Das System ist in eine Reihe von Modulen unterteilt. Das KiwiVision Core System, das den Kern des Produktes darstellt, kann je nach Bedarf mit weiteren Modulen erweitert werden. Neben dem Core System spielen die Module Object Tracking und Objektklassifizierung eine signifikante Rolle. Mit diesen werden Objekte von Interesse erkannt, klassifiziert und ihre Pfade verfolgt. Anschließend können diese Pfade gegen Regeln geprüft werden. Auf Grund seiner offenen Entwicklung soll KiwiVision relativ einfach in bestehende Kamerasysteme integriert werden können.

Diplomarbeit

KiwiBlue wurde von Klemens Kraus, Florian Matusek, Christian Promintzer und Stephan Sutor (Studenten und Absolventen der Technischen Universität Wien) gegründet. Die Idee entstand im Zuge der Diplomarbeit, erzählt Matusek. In den vergangenen Wochen konnten die Studenten gleich mehrfach Auszeichnungen für das Projekt entgegen nehmen. Beim Businessplanwettbewerb der Wirtschaftsuniversität Wien und der Technischer Universität Wien konnte sich das Jungunternehmen unter 80 Teilnehmern durchsetzen. Die Jury von i2B & GO zeigte sich ebenfalls begeistert. "Phantastische Idee und ausgezeichnete Manpower. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass wir Sie bald am Markt finden werden", so ein Jurymitglied. (pte)

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