Präsident von Französisch-Polynesien versetzt Chirac

10. Juli 2006, 13:53
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Temaru beklagt geringe finanzielle Unterstützung durch Paris und will Unabhängigkeit

Paris - Mit einem Affront gegen Staatspräsident Jacques Chirac hat der Präsident von Französisch-Polynesien am Freitag offenbar seinen Unmut über die Politik der französischen Regierung zum Ausdruck bringen wollen: Oscar Temaru erschien nicht zu einem verabredeten Gespräch mit Chirac im Élysée-Palast, obwohl er selbst darum gebeten hatte. Eine Erklärung für sein Fernbleiben gab er nicht.

Vorwürfe

Der Präsident Französisch-Polynesiens hatte vor wenigen Tagen der Regierung in Paris vorgeworfen, das südpazifische Überseeterritorium nicht ausreichend finanziell zu unterstützen und seine Forderung nach Unabhängigkeit wiederholt. Das vertrauliche Treffen am Freitag sollte zu einer Verbesserung des Verhältnisses zwischen Chirac und Temaru beitragen.

Temaru erschien auch nicht zu einer anschließend geplanten Arbeitssitzung zur Vorbereitung des Frankreich-Ozeanien-Gipfels, der in der kommenden Woche stattfindet. Der Minister für die französischen Überseegebiete, Francois Baroin, kommentierte das Fernbleiben Temarus mit den Worten: "Wir bedauern dies." (APA/AP)

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