Annan: Wir nehmen den Amerikanern nicht die Waffen weg

28. Juni 2006, 14:42
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UNO-Generalsekretär: Kleinwaffen-Konferenz soll weltweiten Handel mit illegalen Waffen in den Griff bekommen

New York - Im Vorfeld der am Montag beginnenden UNO-Konferenz zu Kleinwaffen hat UNO-Generalsekretär Kofi Annan versichert, dass es vor allem darum gehe, den weltweiten Handel mit illegalen Waffen in den Griff zu bekommen. "Wir sind nicht darauf aus, den Amerikanern die Schusswaffen wegzunehmen. Das Ziel ist es, sicherzustellen, dass Waffen nicht in die falschen Hände geraten und für Bürgerkriege überall auf der Welt missbraucht werden", sagte Annan am Freitag vor Journalisten in New York.

Es sei nur legitim, dass die UNO als internationale Organisation souveräner Staaten sich um das Wohlergehen und den Schutz der Menschen kümmere und etwas gegen illegale Kleinwaffen unternehme, so Annan. Durch den Einsatz von Schusswaffen kommen nach Schätzungen von UNICEF jährlich weltweit 500.000 Menschen ums Leben.

Bei den Vereinten Nationen war vor der Konferenz zu Kleinwaffen massenweise schriftlicher Einspruch eingegangen. Mehr als 100.000 US- Bürger bestanden auf einem Formblatt, das die National Rifle Association (NRA) entworfen hatte, auf ihrem verfassungsmäßigen Recht, Waffen tragen zu dürfen. (APA/dpa)

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