Gründungssitzung der Kommission für Friedensbildung in Nachkriegszeiten

4. Juli 2006, 15:29
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Osttimor, Haiti, Kongo und Liberia als Beispiele für Schwierigkeiten

New York - Die UNO-Kommission für Friedensbildung in Nachkriegszeiten (Peacebuilding Commission) hat am Freitag in New York mit der Gründungssitzung ihre Arbeit aufgenommen. Ziel der neu gebildeten Kommission ist es zu garantieren, dass Länder nach bewaffneten Auseinandersetzungen in der schwierigen Phase zwischen Krieg und Frieden von der internationalen Gemeinschaft unterstützt werde.

"Die Vereinten Nationen sind sehr erfolgreich darin, Kriege zu beenden. Dauerhaften Frieden zu schaffen hat sich als sehr viel schwieriger erwiesen. Durch dieses neue regierungsübergreifende Organ haben wir die Chance, das in den kommenden Jahren zu ändern", sagte der Präsident der Generalversammlung Jan Eliasson am Freitag. Probleme hätten sich in Nachkriegssituationen vor allem in Osttimor, Haiti, dem Kongo und Liberia gezeigt.

Hilfsmaßnahmen nur in Notsituationen zu garantieren reiche nicht, so Eliasson. Gelder müssten auch für den Wiederaufbau, die Errichtung von Institutionen sowie für Entwicklung und Versöhnung bereitgestellt werden. Darüber hinaus solle die Zusammenarbeit zwischen den internationalen Akteuren verbessert werden.

Die UNO-Mitgliedstaaten hatten die Kommission für Friedensbildung auf dem Weltgipfeltreffen im vergangenen September beschlossen. Der ebenfalls neu geschaffene Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen war am Montag zu seiner Gründungssitzung zusammengekommen. (APA/dpa)

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