Hände und Füße von den Straßen

23. Juni 2006, 19:15
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Eine Schau-Sammlung von Kicker-Körperteilen wäre wünschenswert

"Franz Beckenbauer hat schönere Füße als ich", sagte Pelé im Deutschen Sport- und Olympia-Museum zu Köln. "Er ist schließlich nicht so oft getreten worden."

Ob's wahr ist, kann bald überprüft werden, denn nach des Brasilianers rechtem Pratzerl der Größe 38 wird dort bald auch jenes des Kaisers ausgestellt werden - in Bronze gegossen.

Geplant ist eine ganze Galerie edler Fußballerfüße. Maradona, Johan Cruyff oder Ferenc Puskás sind schon zur Abnahme - von Gipsabdrücken natürlich - geladen.

Nur Füße sind aber ein wenig fad, der Aufbau quasi einer anatomischen Schausammlung von berühmten Kicker-Körperteilen wäre wünschenswert. Von Maradona will man einfach die Hand Gottes sehen. Als WM-Hommage würden sich der Ronaldo-Torso als Raumteiler, die Ballack-Wade oder Ronaldinhos Gebiss recht schick machen.

Das Anlegen vieler solcher Sammlungen könnte auch der Unsitte Einhalt gebieten, Einkaufsstraßen durch Fuß- und Handabdrücke von Stars zu verunebnen. In Wien hat schon mancher beim unvorsichtigen Schaufensterbummel in Beckenbauers oder Pelés Spuren überknöchelt. (DER STANDARD Printausgabe 24./25.06.2006)

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