Bundestheater: Pause in Gehaltsverhandlungen

30. Juni 2006, 11:21
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Erst im September wird fortgesetzt

Wien - Die Gehaltsverhandlungen zwischen der Bundestheater-Holding und Belegschaftsvertretern sind unterbrochen und werden im September fortgesetzt, Streiks oder Arbeitsniederlegungen wird es bis dahin nicht geben. Das künstlerische Personal habe dem Angebot von Holdingchef Georg Springer zugestimmt, der für die Saison 2006/07 eine Anhebung der Bezüge in Höhe der Inflation vorschlug. Das technische Personal will dieses Angebot jedoch noch in seinen Gremien diskutieren und abstimmen, schilderte Peter Paul Skrepek, Vorsitzender der Gewerkschaft Kunst, Medien, Sport, Freie Berufe (KMSfB), nach den Verhandlungen am Freitag gegenüber der APA.

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Eine endgültige Entscheidung des technischen Personals ist erst im September zu erwarten. Es werde jedoch nur einen Gesamtabschluss für künstlerisches und technisches Personal geben. Sollten die technischen Gremien nicht zustimmen, müsse weiter verhandelt werden, betonte Skrepek. Dann könne auch nicht ausgeschlossen werden, dass es "nicht doch zu Arbeitskämpfen kommt".

Springer selbst wollte diesen Zwischenstand gegenüber der APA nicht kommentieren. Er verwies auf "laufende Verhandlungen", die zu kommentieren er als "nicht richtig" empfinde.

Skrepek meinte, Springer habe nur dieses eine Angebot der Inflationsabgeltung gemacht und sich außer Stande erklärt, etwa über die Erhöhung um einen Fixbetrag zu verhandeln. In diesem Falle könnten sich Empfänger der niedrigeren Gehälter über eine prozentuell größere Erhöhung freuen.

"Kein Arbeitskampf und keine Beeinträchtigungen"

Skrepek bezeichnete die Bereitschaft des künstlerischen Personals, sich auch ohne über die Inflationsabgeltung hinausgehende Gehaltserhöhung zufrieden zu geben, als "Entgegenkommen unsererseits. Die Inflationsabgeltung war unsere Minimalforderung, diese wurde erfüllt". Daher werde es "keinen Arbeitskampf und keine Beeinträchtigungen" geben. Man habe "auch in Hinblick auf die angespannte finanzielle Situation der Bundestheater" zugestimmt. Die Verhandlungen seien in "sehr sachlichem und angenehmen Klima" über die Bühne gegangen.

Die Zustimmung des künstlerischen Personals soll jedoch "keine Signalwirkung" haben, betonte Skrepek. Bei den kommenden Verhandlungen erwarte man "selbstverständlich Angebote über die Inflationsabgeltung hinaus". (APA)

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