Bayern: Abgestürzter Pilot schleppte sich zu Berghütte

25. Juni 2006, 19:35
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19-jähriger Salzburger erlitt mehrere Knochenbrüche - Gewitter als mögliche Unfallursache

Salzburg - Eine wahre Tortur musste gestern, Donnerstag, ein 19-jähriger Salzburger durchmachen. Er war gegen 19.00 Uhr mit seinem Ultraleichtflugzeug im Bereich der Hochplatte im bayerischen Marquatstein (Landkreis Traunstein) abgestürzt. Dabei wurde der junge Mann schwer verletzt. Trotz mehrerer Knochenbrüche schleppte er sich zwei Stunden lang vom Gipfel des Berges zu einer bewohnten Hütte, teilte die Polizeidirektion Traunstein mit.

Der 19-Jährige aus Bruck am Großglockner war mit seinem motorisierten Zweisitzer gegen 18 Uhr in Zell am See (Pinzgau) gestartet und wollte bis Eggenfelden fliegen. Der Mann war allein im Flugzeug gewesen. Im Bereich der Hochplatte stürzte das Flugzeug ab. Zu diesem Zeitpunkt ging in den Chiemgauer Bergen ein starkes Gewitter mit starken Sturmböen nieder. Das Leichtflugzeug schlug nur wenige Meter neben dem Gipfelkreuz in 1.587 Meter Seehöhe auf und wurde völlig zerstört.

Durchgekämpft

Der Pilot konnte sich aus dem Wrack befreien und sich trotz mehrerer Knochenbrüche zu einer Hütte durchkämpfen. Die Bewohner verständigten die Bergwacht. Der verletzte Salzburger wurde nach der Erstversorgung ins Krankenhaus Traunstein geflogen. Die Polizei geht davon aus, dass sturmbedingte Turbulenzen das Leichtflugzeug zu Boden geschmettert haben.(APA)

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