Vodafone-Förderpreis für Forscher der TU Wien

30. Juni 2006, 10:12
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Entwicklungen auf dem Gebiet der so genannten Mehr-Antennentechnik

Weltweit laufen fieberhafte Anstrengungen, die Übertragungsraten von Mobilfunknetzen weiter zu erhöhen. Für ihre Versuche mit der so genannten Mehr-Antennentechnik - Multiple-Input Multiple-Output oder kurz: MIMO - wurden zwei Nachwuchsforscher der Technischen Universität (TU) Wien mit dem mit 5.000 Euro dotierten Förderpreis der Vodafone-Stiftung ausgezeichnet.

Ein Vielfaches

MIMO-Systeme ermöglichen ein Vielfaches an möglichen Übertragungsraten über einzige Funkstrecke, dass dafür zusätzliche Frequenzbänder genutzt werden müssen. Die beiden TU Wien-Wissenschafter Sebastian Caban und Christian Mehlführer haben nach Ansicht der Vodafone-Stiftung "einen wesentlichen Beitrag zur experimentellen Erforschung" dieser Zukunftstechnologie geleistet.

Idee

Die Idee, mobile Übertragungskapazitäten durch die Verwendung mehrerer Antennen auf der Sender- und Empfängerseite wesentlich zu steigern, stammt aus den frühen neunziger Jahren. Doch die Realisierung lässt auf sich warten, die große Mehrzahl aller bisher zu diesem Thema vorgestellten Arbeiten sind noch immer theoretische Betrachtungen oder Simulationen.

Caban und Mehlführer haben dagegen Mehrantennensysteme tatsächlich realisiert und in echten Freiraumexperimenten Signale zu Testzwecken übertragen. Die bei solchen Testdurchläufen erzielten Ergebnisse helfen, die in Simulationen benutzten Kanalmodelle besser der Realität anzupassen. Insbesondere ermöglicht das an der TU Wien entwickelte Testsystem, verschiedene mögliche Antennenkonfigurationen sehr effizient und effektiv zu vergleichen.(APA)

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