Rückmeldungen

23. Juni 2006, 17:05
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Finden Mitarbeiter ihren Arbeitgeber "attraktiv" oder bleiben sie bloß in Ermangelung von Alternativen in ihrem Job

Es wird gern abgefragt, ob Mitarbeiter ihren Arbeitgeber "attraktiv" finden oder ob sie bloß in Ermangelung von Alternativen in ihrem Job bleiben. Unternehmen besetzen in den regelmäßig veröffentlichten Listen der "attraktivsten Arbeitgeber" gern vordere Plätze – das nützt dem Image, lässt sich gut verkaufen, damit haben sie bei den heiß begehrten "High Potentials" bessere Karten.

Das Beratungsunternehmen Hewitt hat aktuell fast 52.000 Mitarbeiter in Österreich, Ungarn, Polen und Tschechien nach der Attraktivität ihrer Arbeitgeber befragt.

Microsoft und das tschechische Verlagshaus Sanoma belegen die ersten beiden Plätze, gefolgt vom ungarischen Dienstleister Evat. Merck auf Platz neun ist das bestplatzierte österreichische Unternehmen.

Worauf es ankommt, steht zwischen den Zeilen der blanken Reihung: In durchschnittlichen Firmen fühlen sich nur 26 Prozent aller Mitarbeiter als wichtiger Teil des Unternehmens. Bei den attraktivsten Arbeitgebern aber fühlen sich 58 Prozent solcherart wertgeschätzt. Drei Viertel sprechen dort positiv über ihre Firma und wollen auch dort bleiben. Zudem geben sie an, dass sie sich gerne "überdurchschnittlich stark" für den Erfolg des Unternehmens einsetzen.

Wertschätzung und Anerkennung der eigenen Arbeitsleistung sind die immer gleichen Zauberworte für eine starke, engagierte Bindung.

Was verbesserungswürdig ist, lässt sich aus der Umfrage auch ablesen: Als Kritikpunkte nennen die Belegschaften zu geringe leistungsbezogene Bezahlung, fehlende Entwicklungschancen – und das Fehlen positiver Rückmeldungen von Vorgesetzten. (Der Standard, Printausgabe 24./25.6.2006)

Von Karin Bauer
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