Invasion aus dem All in der Wiener Innenstadt

30. Juni 2006, 11:30
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Pixelfiguren von "Space Invader" an rund 50 Plätzen angebracht - trotz fehlender Genehmigung zumeist problemlos

Wien - Aus seiner Identität macht er ein Geheimnis - bekannt ist nur, dass er sich "Space Invader" nennt, aus Frankreich kommt und Wien derzeit mit seinen Pixelfiguren aus Mosaiksteinen oder Fliesen erobert. Auf Einladung von Jogi Neufeld, Betreiber des Subotron-Shops im Museumsquartier, gastiert der Künstler im Rahmen des Artist in Residence-Projektes des quartier21 derzeit für zwei Monate in Österreich. Während seiner Invasion von Wien hat Space Invader seine außerirdischen Kunstwerke mittlerweile an rund 50 unterschiedlichen Plätzen angebracht.

Die Liste der vom Space Invader bislang "angegriffenen" Städte ist lang: Paris, London, Tokio Amsterdam, New York, Hongkong, Rotterdam, Berlin, Barcelona, Melbourne oder Istanbul. Jedes Mosaik ist ein Einzelstück und erhält eine Nummer. Der Platz, an dem das Werk installiert wurde, wird genau kartografiert und steht im Zusammenhang mit anderen Space Invader Plätzen der Stadt. So entsteht derzeit ein völlig neuer Stadtplan von Wien.

Installation stets ohne Genehmigung

"Er ist sei drei Wochen jede Nacht unterwegs", erläuterte Neufeld am Freitag die Arbeitsweise seines Gastes. Dass der Künstler anonym arbeitet, liege an seinem Konzept und an der Tatsache, dass er seine Kunstwerke ohne Genehmigung an diversen Bauwerken anbringe. "Bisher hat er aber noch nie Probleme mit Hauseigentümern gehabt", sagte Neufeld. In Wien sei bisher lediglich ein Mosaik entfernt worden.

"Bei der Auswahl der Plätze tut er sich wirklich etwas an", erklärte Neufeld, der den Space Invader auf einer seiner nächtlichen Touren begleitet hat. Er suche sich gezielt neuralgische Punkte, die "möglichst weit einsichtig sind", so der Shop-Betreiber. Die Motive sind Anspielungen auf das legendäre Computerspiel, die im Kontext mit den gewählten Farben, Mustern und Locations neue Assoziationen ermöglichen.

Für Leute, die sich auf Mosaiksuche begeben möchten, gibt es eine besondere Herausforderung: Den ersten zehn Personen, die 20 verschiedene Mosaike finden, fotografieren und einsenden, winken Space Invader Sachpreise. (APA)

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