Mark Schankerman für bessere Anreize und mehr Wettbewerb auf Uniebene

30. Juni 2006, 16:07
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Auftakt zu den Europäischen Wissenschaftstagen in Wien

Wien - In Wien hat Donnerstag Abend die Auftaktveranstaltung zu den Europäischen Wissenschaftstagen Steyr stattgefunden. Gemäß dem diesjährigen Thema "Ökonomie von Bildung und Forschung" sprach Gastredner Mark Schankerman über wirtschaftliche Effekte von Forschung und Entwicklung. Der Experte der London School of Economics trat für bessere Anreize und mehr Wettbewerb auf Universitätsebene ein. Der Vorsitzende der Wissenschaftstage, Berghold Bayer, kündigte den renommierten Wissenschafter auch als Gast für die Summer School von 9. bis 13. Juli in Steyr an.

Es war zum ersten Mal, dass die Veranstaltung in Kooperation mit der Stadt Wien über die Bühne ging. Wien solle dadurch verstärkt als Stadt für Wissenschaft und Forschung wahrgenommen werden, hieß es. In der Bundeshauptstadt befinden sich demnach 800 Institutionen für Forschung, die Hälfte aller österreichischen Wissenschafter arbeiten hier. Einem Vergleich mit den USA in Bezug auf Investitionen in Forschung hält jedoch weder Wien noch sonst eine europäische Stadt stand, wie Schankerman erläuterte. Man forsche entweder für Geld oder aus Liebe - "am besten ist aber beides."

Die Europäischen Wissenschaftstage Steyr finden heuer zum achten Mal im Museum Arbeitswelt statt, 80 Jungwissenschafter von Universitäten aus der ganzen Welt werden erwartet. Die "Science Days" wurden 1999 vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, dem Land Oberösterreich und der Stadt Steyr ins Leben gerufen. Top-Wissenschafter erörtern im Rahmen einer mehrtägigen Summer School wirtschaftspolitisch aktuelle Fragen und präsentieren die neuesten Erkenntnisse ihrer Forschungen. (APA)

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