Fuchsjagd mit Hunden bleibt in Großbritannien verboten

30. Juni 2006, 21:21
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Oberstes Berufungsgericht in London wies Klage von Befürwortern ab - Hetzjagd gilt als Tierquälerei

London - Die Hetzjagd mit Hunden auf Füchse und andere Wildtiere bleibt in Großbritannien verboten. Mit dieser Entscheidung ging am Freitag ein Verfahren vor dem Obersten Berufungsgericht in London zu Ende. Befürworter der Fuchsjagd hatten gegen ein 2004 erlassenes Verbot der Hatz mit Hunden geklagt.

Der Dachverband der britischen Jäger "Countryside Alliance" hatte sich dabei auf die Europäische Menschenrechtskonvention und auf EU-Gewerbeverordnungen berufen, gegen die das Hetzjagdverbot verstoßen würde. Drei Berufungsrichter erklärten nun jedoch, dass die Bestimmungen des Jagdgesetzes von 2004 "legitim und angemessen" seien.

Nach dem Gesetz ist die Jagd auf Füchse, Hirsche oder Hasen keineswegs generell verboten. Die Beutetiere dürfen aber nicht mehr durch Hundemeuten zu Tode gehetzt oder in schwere Todesängste versetzt werden, da dies nach Überzeugung des Gesetzgebers Tierquälerei bedeuten würde.

Die Kläger hatten argumentiert, dass durch solche Auflagen die traditionelle Form der Fuchsjagd beeinträchtigt und damit tausende Arbeitsplätze in ländlichen Gebieten verloren gehen würden. Während der letzten Fuchsjagdsaison Ende 2005 hatte die britische "Liga gegen Grausamkeit im Sport" beklagt, dass bei mehr als 40 Prozent der insgesamt rund 250 Jagden illegale Tötungsmethoden angewandt worden seien. (APA/dpa)

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    In Großbritannien ist die Hetzjagd mit Hunden verboten.

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