"SOS ORF" bei Bundespräsident Fischer: Sechs Vertreter präsentierten ihre Anliegen

4. Juli 2006, 22:21
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Huemer: "Es scheint auch von Bundespräsident Fischer ein vorrangiges Ziel zu sein, dass der öffentlich-rechtlichen Auftrag des ORF wieder wirklich ernst genommen wird."

Sechs Vertreter der Plattform "SOS ORF" haben Freitagvormittag Bundespräsident Heinz Fischer über die Anliegen der Initiative informiert. Wie der Sprecher von "SOS ORF", der frühere ORF-Journalist Peter Huemer, nach dem rund einstündigen Gespräch in der Hofburg der APA mitteilte, "scheint es auch von Bundespräsident Fischer ein vorrangiges Ziel zu sein, dass der öffentlich-rechtlichen Auftrag des ORF wieder wirklich ernst genommen wird."

Der Bundespräsident selbst wollte nach der Aussprache keine Stellungnahme abgeben. Sein Sprecher, Bruno Aigner, betonte, das Gespräch sei auf Ersuchen der Plattform zu Stande gekommen. Der Präsident habe sich über die Zielvorstellungen der Initiative informieren lassen.

"Völlig einer Meinung"

Huemer berichtete, dem Bundespräsidenten als "Nahziel" von "SOS ORF" eine von den Parteien unbeeinflusste Wahl der ORF-Geschäftsleitung genannt zu haben. "Uns geht es darum, dass die Wahl durch die Stiftungsräte ohne Order der Parteisekretariate durchgeführt wird, wie dies auch im ORF-Gesetz steht."

"Mit uns völlig einer Meinung", so Huemer weiter, sei der Bundespräsident bei der Einschätzung, wonach der ORF "von besonderer Bedeutung für das gesellschaftliche und geistige Klima in diesem Land ist, für den öffentlichen Diskurs, der in Österreich geführt wird".

An dem Gespräch in der Präsidentschaftskanzlei nahmen neben Huemer die ORF-Journalistin Claudia Neuhauser, die früheren ORF-Redakteure Barbara Coudenhove-Kalergi, Eva Marginter und Paul Schulmeister sowie der frühere Chefredakteur der "Kleinen Zeitung", Fritz Csoklich, teil. (APA)

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