Urlaubszeit: Hochkonjunktur für Einbrecher

23. Juni 2006, 21:09
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Bundeskriminalamt und Feibra starten Sicherheitsoffensive - "Oft genügen kleine Verhaltensänderungen"

Das Bundeskriminalamt (BK) warnt vor Beginn der Urlaubszeit vor einem Anstieg der Kriminalität im Sommer. Gemeinsam mit dem Werbemittelverteiler Feibra wurde am Freitag eine Sicherheitsoffensive präsentiert, die es Wohnungs- und Hausbesitzern leichter machen soll, ihr Heim vor ungebetenen Besuchern zu schützen.

"Wir wollen zeigen, wie leicht es ist sich, vor Einbrechern zu schützen", erklärte Michael Sika, Präsident des Kuratoriums Sicheres Österreich. Es sei dem Staat nun einmal nicht möglich, "zu jeder Wohnung einen Polizisten zu stellen", ergänzte Sika.

"Oft genügen kleine Verhaltensänderungen", meinte Herwig Lenz, Leiter des Büros Kriminalprävention und Opferhilfe. Er empfiehlt, vor allem Türen und Fenster so zu sichern, dass diese nicht mit einfachen Werkzeugen aufgebrochen werden können. Eine Alarmanlage, die auf "das Entdecktwerden des Täters abzielt und diesen verscheucht", sei ebenso sinnvoll.

Wohnung beleben

"Eine belebte Wohnung schreckt ab", ergänzte Lenz. Deshalb sei es angebracht, die Rollläden nicht herunterzulassen und mittels Zeitschalter in regelmäßigen Abständen den Fernseher, das Radio und das Licht einzuschalten. Die Polizei empfiehlt auch die Kooperation mit Nachbarn, die überquellende Postkästen entleeren können.

"Die Zusteller der Feibra sind angehalten, Sackerln mit altem Werbematerial wieder mitzunehmen, wenn sie eine neue Sendung zustellen", erläuterte Franz Hausleitner, Geschäftsführer der Feibra. Damit solle verhindert werden, dass Einbrecher von mehreren Sackerln an der Tür angelockt werden. Zudem sind die Feibra-Zusteller aufgefordert, Ungewöhnliches sowie auffällige Personen in Wohnhäusern sofort zu melden.

Info-Verteiler

Weiters wird die Post-Tochter in der ersten Juliwoche in Wien 300.000 Prospekte zustellen, die darüber aufklären, wie Haus oder Wohnung am Besten zu schützen sind. Diese Aktion kostet der Feibra rund 25.000 Euro. Vorerst bleibt diese Initiative auf Wien beschränkt, da die die Bundeshauptstadt nach wie vor der Hot-Spot der Wohnungseinbrüche ist.

Tipps für urlaubende Wohnungs- und Hausinhaber

- Volle Briefkästen, zugezogene Vorhänge oder heruntergelassene

Rollläden signalisieren Einbrechern, dass niemand zu Hause ist

- Nachbarn bitten, Werbematerial vor der Tür zu entfernen und Briefkästen zu leeren

- Dafür sorgen, dass in unregelmäßigen Abständen Licht eingeschaltet wird - Zeitschaltuhren sind eine kostengünstige Lösung

- Einbruchshemmende Fenster und Türen

- Alarmanlage einrichten

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