UPC kritisiert "Steuergeld" für Digital-TV

30. Juni 2006, 10:12
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Regulator weist die Kritik zurück und kündigt eine "vergleichbare Kabelförderung" an

Mit Förderungen in Millionenhöhe ausgestattet, soll diesen Herbst der Aufbau des terrestrischen Digital-TV (DVB-T) beginnen: Das findet der Telekabel-Betreiber UPC ein "fragwürdiges" Vorhaben.

"Fünf Fragen"

Die in "fünf Fragen" gekleidete Kritik von UPC-Chef Thomas Hintze: Geld für den "Digitalisierungsfonds"stammt aus ORF-Gebühren, die Hintze Steuern nennt - dies habe auch die Regierung durch ihren Förderungsantrag bei der EU eingeräumt (Förderungen implizieren Steuern).

Verschenkt

Die Frequenzen wurden anders als bei anderen Technologien verschenkt. Nur noch elf Prozent der Bevölkerung würde TV über Hausantenne (terrestrisch) empfangen, somit würde man mit dem Geld aller eine Minderheit fördern und sich damit obendrein mit "Steuergeld" gegen private Anbieter (Kabel und Satellit) positionieren. Den Konsumenten, überwiegend ältere Menschen, würde man damit hohe Umrüstungskosten zumuten. Obendrein werden, zumindest in der "ersten Bedeckung", nur ORF 1 und 2 sowie ATV, aber keine anderen Sender angeboten.

Der Regulator weist die Kritik zurück: Ein Jahr nach der Einführungskampagne für Digital-TV wolle man auch eine "vergleichbare Kabelförderung". DBV-T habe jedoch Priorität, weil man eine TV-Grundversorgung ohne Zusatzgebühren wolle. (spu)

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