Airbus wird teurer

7. Juli 2006, 11:39
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Der Flugzeughersteller Airbus hat die Preise für seine Modellflotte erhöht

Hamburg - Der Flugzeughersteller Airbus hat nach Informationen der Zeitung "Financial Times Deutschland" (Freitagsausgabe) in aller Stille die Preise für seine komplette Modellflotte erhöht. Der vor wenigen Wochen erfolgte Schritt stehe in keinem Zusammenhang mit der jüngsten Programmverschiebung beim Super-Airbus A380, sagte ein Airbus-Sprecher dem Blatt. Die Preisspanne für das weltgrößte Passagierflugzeug wurde demnach um 4,7 Prozent auf jetzt 295,6 bis 316 Millionen Dollar (234,9 bis 251,1 Millionen Euro) angehoben. Beim Verkaufsstart im Jahr 2000 lag der Listenpreis noch bei 220 Millionen Dollar.

Die Preisanhebung sei die jährlich übliche Anpassung, die vor allem die allgemeine Preisentwicklung berücksichtige, hieß es der Zeitung zufolge bei Airbus. Die erneute Lieferverzögerung beim Super-Airbus A380 hatte den Luft- und Raumfahrtkonzern EADS zuletzt an der Börse Milliarden gekostet.

Richtschnur für Verhandlungen

Tatsächlich sind die Listenpreise nur eine Richtschnur für die Verhandlungen mit den Fluggesellschaften. Die Airlines erhalten Rabatte von 30 bis 40 Prozent, sagte Bert van Leeven, Leiter Luftverkehrsanalysen der auf Flugzeugfinanzierungen spezialisierten DVB Bank in Frankfurt der Zeitung.

Der Airbus-Konkurrent Boeing hatte am 10. Mai ebenfalls für alle Modelle die Preise erhöht. Nach den neuen Preisen kostet das billigste Airbus-Modell, die in Hamburg gebaute A318, jetzt zwischen 50,2 und 55,4 Millionen Dollar. Das billigste Boeing-Modell, eine 737-600, kostet 47 bis 55 Millionen Dollar. Die Preisspanne für das meistverkaufte Airbus-Modell A320 stieg um knapp vier Prozent auf 63,9 bis 69,9 Millionen Dollar. (APA/AFP)

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