FSG will klärendes Gespräch mit SP-Chef

23. Juni 2006, 15:41
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SP-Gewerkschafter wollen "Positionen im Parlament selbst bestimmen"

Wien - Das Präsidium der Fraktion sozialdemokratischer Gewerkschafter (FSG) hat am Donnerstag Abend trotz anders lautender Aussagen von Parteichef Alfred Gusenbauer beschlossen, "dass die FSG darauf besteht, ihre Positionen im Parlament selbst zu bestimmen". Dies werde man Gusenbauer beim Parteipräsidium am Freitag "klar machen", sagte Fraktionschef Wilhelm Beck nach der vierstündigen Sitzung gegenüber APA und ORF.

"Es wird ein klärendes Gespräch geben müssen"

"Es wird ein klärendes Gespräch geben müssen", sagte Beck mit Blick auf die Sitzung Freitagvormittag. Ob Parteichef Gusenbauer nach wie vor das Vertrauen der Gewerkschaftsfraktion besitzt? Beck: "Das richten wir ihm sicher nicht über die Medien aus." Das Klima zwischen Partei und FSG beschriebt Beck folgendermaßen: "Es gibt zumindest Spannungen".

"Besonders schlecht angekommen" ist laut Beck, "dass uns die Vorschläge des Parteichefs über die Medien ausgerichtet wurden". Die SP-Gewerkschafter würden sich, "sicher nicht auf die Kollektivvertragsverhandlungen reduzieren lassen" und wollen darauf drängen, auch weiterhin eine Rolle als politische Kraft zu spielen, betonte ihr intermistischer Vorsitzender Beck.

Vorschläge

Im Parteipräsidium strebe man nun eine Klärung der Positionen an. Unter anderem müsse Gusenbauer erklären, wie seine Vorschläge gemeint seien. Sollte kein gemeinsamer Weg gefunden werden, dann werde man über das weitere Vorgehen intern beraten, kündigte Beck an.

Die anderen Sitzungsteilnehmer gaben keine Stellungnahme gegenüber den Medien ab. Unter der Hand war zu hören, dass beim Parteipräsidium "ein reinigendes Gewitter" erwartet wird. (APA)

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