Moslem-Rebellen töten sechs algerische Soldaten

26. Juni 2006, 17:19
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Angriffe der Radikalislamisten in letzter Zeit verstärkt

Algier - Mutmaßliche Moslemextremisten haben nach Angaben aus Sicherheitskreisen in Algerien sechs Soldaten getötet. Die Bewaffneten hätten einem Militärkonvoi 120 Kilometer östlich der Hauptstadt Algier einen Hinterhalt bereitet, hieß es am Donnerstag. Drei weitere der Soldaten, die auf dem Rückweg in ihr Feldlager gewesen seien, seien verletzt worden. Algerische Moslem-Rebellen haben ihre Angriffe in letzter Zeit deutlich verstärkt.

Beobachter sehen darin einen Versuch, Anstrengungen der algerischen Regierung für eine Befriedung des Landes zu torpedieren. Im August läuft eine Amnestie aus, die Rebellen sechs Monate Zeit gab, sich zu stellen.

Der Konflikt wurde 1992 ausgelöst, als das Militär die erste Mehrparteienwahl in der ehemaligen französischen Kolonie abbrach. Damals stand die fundamentalistische Islamische Armee des Heils vor einem Sieg. In dem folgenden Bürgerkrieg sind rund 200.000 Menschen umgekommen, Sabotageakte der Rebellen führten zu wirtschaftliche Einbußen in Höhe von 20 Milliarden Dollar. (APA/Reuters)

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