Österreichischer Erfolg beim Moondance Filmfestival

28. Juni 2006, 13:39
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Preis für beste Filmmusik: Christof Unterberger mit Cello

Wien - Der österreichische Musiker Christof Unterberger hat beim diesjährigen internationalen Filmfestival Moondance in Los Angeles den Preis für die beste Filmmusik gewonnen. Der "Moondance Columbine Award" wurde Unterberger für seine Cello-Untermalung des italienischen Kurzfilms "Stabat" zugesprochen und vergangene Woche in Hollywood verliehen, wie erst jetzt bekannt wurde. Moondance widmet sich vor allem Independent-Filmen und bezeichnet sich selbst als "amerikanisches Cannes". Der Name lehnt sich an das wichtigste Independent-Filmfestival Sundance von Robert Redford an.

Jobvermittlung als Preis

Der computeranimierte Kurzfilm "Stabat" des Italieners Luciano DeFraia befasst sich mit dem Tod der Friedensaktivistin Rachel Corrie. Neben dem Award für Unterberger wurde auch DeFraia für seinen Film mit dem Preis für das beste Musikvideo ausgezeichnet. Die Auszeichnung besteht aus der Vermittlung der Preisträger an etwa 50 internationale Filmfirmen, u.a. Disney, Buena Vista und Sony Pictures. An der Preisverleihung in den Raleigh Studios nahmen laut einer Pressemitteilung mehrere Hollywood-Stars wie Burt Reynolds, William Hurt oder Raquel Welch teil.

Im Schatten von Sundance sind in den 90er Jahren bis heute zahlreiche Filmfestivals für Produktionen abseits des Studiosystems entstanden, die den Boom digitalen Filmemachens nutzen und zum Teil als Sprungbrett in die oberste Liga dienen sollen. Neben dem bekannten Moondance-Filmfestival gibt es etwa noch das Slamdance Filmfestival in Park City, das sich hauptsächlich als Treffpunkt von Filmemachern für Filmemacher versteht, oder das Raindance Filmfestival in London. (APA)

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