APA: 16 Millionen für Zukäufe

26. Juli 2006, 12:58
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Nachrichtenagentur will Umsätze in den nächsten vier Jahren um 75 Prozent steigern - Mit Grafik

Schnell ist die APA nicht nur mit Nachrichten, sondern auch beim Umdenken: Donnerstag um 11 Uhr noch wollte Geschäftsführer Wolfgang Vyslozil partout nicht verraten, welche Zeitung künftig wie viele Prozente an seinem Haus hält. Um 11.47 schon kündigte die APA selbst eine Grafik darüber an.

Grafik: APA

Die neue Zeitung der Brüder Fellner wird mit 8,1 Prozent viertgrößter Genossenschafter der APA nach ORF, Kurier und Kleiner Zeitung (Grafik). Sie zahlen dafür laut Vyslozil einen "niedrigen einstelligen Millionenbetrag, wir reden nicht von Peanuts".

44 Prozent der 35,9 Millionen Euro Jahresumsatz kommen aus dem klassischen Agenturgeschäft mit Zeitungen und Sendern. 27 bis 28 Prozent kommen aus Infotechnologie - die APA betreut neuerdings auch die Archive der deutschen Agentur dpa, der Süddeutschen Zeitung und des größten deutschen Magazinverlags Gruner+Jahr.

Ebenso groß ist der Anteil des Bereichs Infomanagement. Hier kaufte die APA die Warschauer Polish News Bulletin und will in den nächsten Jahren in Ost- und Mitteleuropa noch mehr übernehmen.

Zehn bis 16 Millionen hat die APA für Zukäufe in diesem Raum - und in Österreich. Vor wenigen Tagen erwarb sie den Sparteninfodienst Tourismuspresse Gmbh aus Innsbruck. Die nächste Beteiligung steht laut Vyslozil ebenfalls im heimischen Agenturgeschäft an. Präzisieren wollte er sie nicht.

APA-Manager Peter Kropsch (40) wurde soeben zweiter Geschäftsführer neben Vyslozil. (fid/DER STANDARD, Printausgabe, 23.6.2006)

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