Neue Reisepässe: Fotografen trifft Gewährleistungspflicht

25. Juni 2006, 19:32
4 Postings

Wenn biometrische Fotos nicht entsprechen, können Konsumenten neues Bild oder Geld zurück einfordern

Eisenstadt - Strengere Auflagen für Passbilder haben seit der Einführung der neuen EU-Sicherheitspässe vergangenen Freitag immer wieder dazu geführt, dass Fotos von den Behörden abgelehnt wurden. Fotografen trifft laut Arbeiterkammer dabei eine Gewährleistungspflicht: Wenn die biometrischen Fotos nicht entsprechen, können Konsumenten ein neues Bild oder die Retournierung des Kaufpreises einfordern, teilte die AK Burgenland am Donnerstag in einer Aussendung mit.

"Wir raten den Konsumenten dringend, den Fotografen darauf aufmerksam zu machen, dass das Foto für den neuen Reisepass verwendet wird", so Rainer Porics, Leiter der Wirtschaftsabteilung in der Arbeiterkammer Burgenland: "Wird das Foto dennoch nicht von den Behörden akzeptiert, hat der Konsument auf dem Weg der Gewährleistung das Recht auf ein neues Foto oder auf Retournierung des Kaufpreises."

Antragstellern werde geraten, die Fotografenrechnung bis zur tatsächlichen Passübernahme (in der Regel nach fünf Werktagen) aufzubewahren. Das sei wichtig, da - selbst wenn Bezirkshauptmannschaft bzw. Magistrat das Foto akzeptiert - noch eine Abweisung durch die Staatsdruckerei, die das Dokument herstellt, möglich sei.

Das Foto auf dem neuen Pass gilt als biometrisches Merkmal und muss daher bestimmten Anforderungen genügen: Unter anderem darf die Person nur frontal, mit neutralem Gesichtsausdruck und geschlossenem Mund fotografiert werden, die Augen müssen dabei geöffnet und deutlich sichtbar sein. Halbprofil oder verdrehte Schultern sind nicht zulässig. (APA)

Share if you care.