Jugendanwaltschaft will Volksbefragung zu Jugendschutzgesetz

23. Juni 2006, 13:18
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"Meilenweit von einheitlichen Bestimmungen entfernt"

Wien - Der am Mittwoch im Nationalrat abgesegnete Entschließungsantrag für einen einheitlichen Jugendschutz, der die Regierung auffordert, eine entsprechende Regelung mit den Ländern zu treffen, lässt die österreichischen Jugendanwälte kalt. Die Debatte habe gezeigt, "dass wir noch meilenweit von einheitlichen Jugendschutzbestimmungen entfernt sind", hieß es am Donnerstag in einer Aussendung. Nun wird eine Jugendvolksbefragung gefordert.

Der Wiener Jugendanwalt Anton Schmid verwies auf einen detaillierten Vorschlag der Österreichischen Kinder- und Jugendanwälte, der unter anderem ein Verkaufs- und Konsumverbot unter 16 Jahren, einheitliche Ausgehzeiten oder ein Aufenthaltsverbot bis 18 Jahre in einschlägigen Etablissements vorsieht. Bei einem Verstoß würden Jugendliche erst in den Genuss von Beratungsgesprächen kommen, erst bei "Uneinsichtigkeit" könnte eine Geldstrafe von 250 Euro fällig sein. Erwachsene sollten laut Jugendanwaltschaft maximal 700 Euro zahlen, Unternehmer und Veranstalter zwischen 15.000 und 100.000 Euro. (APA)

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