Langenloiser "Land des Lächelns"

27. Juni 2006, 11:22
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Lehar beim "Operettensommer"

Langenlois - In fernöstliche Gefilde führen die Schlossfestspiele Langenlois nahe Krems: Auf dem Spielplan des 11. Operettensommers steht "Das Land des Lächelns" von Franz Lehar. Bei einer Pressekonferenz im Loisium wurden am Donnerstag Stück, Team und Regiekonzept vorgestellt. Die diesjährige Premiere vor Schloss Haindorf geht am 21. Juli über die Bühne.

Chinesisches Ambiente, idyllischer Zauber

Nicht zuletzt durch spezielle Bühnenprojektionstechnik wird sich Schloss Haindorf in chinesisches Ambiente verwandeln. Intendant Uwe Theimer kündigte für die Inszenierung von Regisseur Werner Pichler auch einige Rückgriffe auf die Urfassung des Werks ("Die gelbe Jacke") an. Insgesamt werde es aber sicher keine unkonventionelle Version zu sehen geben, versprach Theimer, gemäß dem Motto "Idyllischer Operettenzauber in in stilvoller Atmosphäre". In den Hauptrollen wirken Elisabeth Flechl (Lisa), Mineo Nagata (Sou-Chong), Erwin Belakowitsch (Gustav), Yuko Mitani (Mi), Seto Gen (Tschang), Josef Forstner (Fu Li) und Sigrid Martikke (Baroness Hardegg) mit, Theimer dirigiert das Wiener Opernball Orchester.

Am 22. und 29. Juli sowie am 5. und 12. August werden Postbusverbindungen ab bzw. zur Wiener Volksoper angeboten. Der Erlös einer von Gernot Kranner am 6. August moderierten Kindervorstellung von "Land des Lächelns" fließt der Aktion "Licht ins Dunkel" zu.

Blick voraus auf "Fledermaus"

Finanziell stehen die Schlossfestspiele auf guten Beinen, wie Produktionsleiter Ferdinand Buchinger erläuterte. Der Eigenfinanzierungsanteil liege bei 80 Prozent. Dennoch hofft Buchinger auf zumindest 14.000 Zuseher, denn allein die Tantiemen für "Land des Lächelns" machen 55.000 Euro aus. Da es keine Ausweichmöglichkeit für die Freiluftaufführungen gibt, ist der Operettensommer ganz besonders wetterabhängig.

Für 2007 ist "Die Fledermaus" von Johann Strauß geplant: Als "Nummer sicher" im Jahr der vorerst auslaufenden Förderverträge mit dem Land NÖ, wie Theimer einräumte. 2008 wird der "Vogelhändler" aufgeführt, 2009 die "Czardasfürstin", 2010 "Die lustige Witwe". (APA)

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