IBM Outsourcing-Offensive mit neuem Rechenzentrum

17. Juli 2006, 11:27
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IBM richtet ein neues Rechenzentrum in Wien ein - Bis 2008 will IBM das Outsourcing-Geschäft verdoppeln

Wien - Der Bedarf nach einem neuen Rechenzentrum entstand durch das starke Wachstum im Outsourcing-Bereich, so das Unternehmen in einer Aussendung. Folge man den Prognosen, die die Marktforscher der Gartner Group im April bekannt gaben, würde der Outsourcing-Markt bis 2009 weltweit um 7,3 Prozent pro Jahr wachsen. IBM hegt noch ehrgeizigere Pläne: Das Outsourcing-Geschäft soll in den nächsten zwei Jahren auf das Doppelte ansteigen. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt das Unternehmen auf "Intelligent Sourcing".

"Das Wichtigste ist nicht die Auslagerung, sondern die Situation und Strategie des Unternehmens", sagt dazu Christian Peter, Direktor Global Technology Services, IBM Österreich. "Intelligent Sourcing bedeutet: Schluss mit den Patentrezepten! Auslagerungen und externe Services werden so angepasst, dass sie für das Unternehmen die besten Ergebnisse zeitigen und den größten Mehrwert erbringen."

Rechenzentrum startet im September

Das IBM Rechenzentrum befindet sich im 21. Wiener Bezirk. Das Gebäude beherbergte laut IBM früher ein Rechenzentrum des Telekom-Unternehmens Colt und sei damit bereits für hohe Sicherheitsanforderungen gerüstet.

Das IBM Rechenzentrum belegt in der ersten Ausbauphase 770 Quadratmeter. Bestehende IBM Anlagen im 2. und 12. Bezirk übersiedeln an den neuen Standort. Im neuen Rechenzentrum werden dann rund 290 Server verschiedenster Typen stehen. Um einem Stromausfall zu begegnen, stehen zwei Diesel-Generatoren mit je 50.000 Liter Treibstoff parat. Redundante Datenleitungen verbinden den Standort mit den Kunden und mit IBM Kompetenzzentren in den Nachbarländern, darunter mit Erfurt, Brünn, Minsk und Székesfehérvár südwestlich von Budapest. (red)

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