Porr leidet unter hartem Winter

29. Juni 2006, 14:59
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Wegen ungünstiger Wetterbedingungen stieg Minus auf 4,7 Millionen Euro - Rekord bei Auftragsbestand

Wien - Trotz der europaweit ungünstigen Wetterbedingungen am Anfang dieses Jahres hat der börsennotierte Baukonzern Porr im ersten Quartal 2006 Produktionsleistung und Auftragsbestand gesteigert. Allerdings verzeichnete der zweitgrößte heimische Baukonzern im Auftaktquartal wie schon in den beiden Vorjahren einen Verlust. Das Minus von 4,7 Mio. Euro sei "saisonal bedingt" und nur geringfügig schlechter als im Vorjahresquartal (-4,2 Mio. Euro), so die Porr in ihrem Aktionärsbrief am Montag.

Für 2006 strebt Porr bei der Produktionsleistung eine "zumindest moderate Steigerung" gegenüber 2005 an. Auf Grund der aktuell guten Auftragssituation rechnet Porr mit leichten Zuwächsen im Hochbau, während der Tiefbau knapp an das Vorjahresniveau herankommen sollte. Porr erwartet heuer eine "weiter, leichte Verbesserung der Ertragslage". Dazu sollen Verbesserungen bei Finanzierungs- und Kostenstrukturen ebenso beitragen wie die Synergieeffekte aus dem Kauf der Wibeba.

Inlandsmarkt wächst

Das erste Quartal sei "nach dem ungewöhnlich harten Winter und den ausgiebigen Regenfällen des Vorjahres nicht repräsentativ", hieß es. Trotzdem stieg die gesamte Produktionsleistung im Auftaktquartal um 6 Prozent auf 312 Mio. Euro an. Der Inlandsmarkt, der fast zwei Drittel der Gesamtleistung ausmacht, wuchs im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres um 19,4 Prozent. Allerdings ging die Bauleistung im Ausland um 11,9 Prozent zurück. Die Erfahrung zeige, dass solche Leistungseinbrüche im Folgequartal "weitestgehend aufgeholt werden können", so die Porr.

Die "teilweise ungünstigen Witterungsbedingungen" zu Jahresanfang wirkten sich vor allem negativ auf die Tiefbau aus. Sämtliche Tiefbausparten mussten gegenüber 2005 Leistungsrückgänge verzeichnen. Ausgeglichen wurde dieser Rückgang durch die zweistelligen Zuwächse bei Geschäfts- und Bürobau (+35,6 Prozent), Sonstigen Hochbau (+50,5 Prozent) und Wohnungsbau (30,6 Prozent).

Gut habe sich die Auftragslage entwickelt. Der Auftragseingang stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 43,3 Prozent auf 776 Mio. Euro. Im ersten Quartal 2006 kann der Porr-Konzern auf einen Auftragsbestand von 1,9 Mrd. Euro verweisen. Das sei "der höchste Auftragsbestand der Unternehmensgeschichte", betonte der Baukonzern. 1,281 Mrd. Euro entfielen davon auf das heurige Jahr, der Rest auf die Folgejahre. Mit Ausnahme der Schweiz ziehe die Nachfrage in allen Auslandsmärkten an, der noch immer stockende Markt Deutschland zeige erste Verbesserungstendenzen. (APA)

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