Angst vor Vogelgrippe: Gänseleber in Ungarn aus Menü gestrichen

26. Juni 2006, 20:45
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Alle "Le Meridien"-Hotelgäste in Budapest mussten Zimmer für den Präsidenten räumen

Budapest - US-Präsident George W. Bush hat mit Gattin Laura seine erste Nacht in Budapest verbracht. Nach Ankunft am Mittwochabend schliefen die Gäste aus den USA im Budapester Luxushotel "Le Meridien". Aus diesem Grund seien alle Gäste aus 200 Zimmern "ausgesiedelt" worden, erklärte die Managerin des Hauses.

Die Unterbringung der Gäste sei äußerst schwierig gewesen, klagt Franciska Keserü, denn alle Budapester Hotels ähnlicher Kategorie seien ebenso gut belegt. Manche Gäste hätten gern zu Gunsten des US-Präsidenten die Koffer gepackt, andere wiederum hätten ihr Missfallen deutlich zum Ausdruck gebracht, schreibt die Budapester Tageszeitung "Magyar Hirlap".

Mit der 600 Mann starken Bush-Delegation sollen auch 500 Tonnen Ausrüstung in der Donaumetropole eingetroffen sein. Dabei handle es sich um Sicherheitstore, spezielle Waffen, um gepanzerte Autos, Hubschrauber, nachrichtentechnische Gerätschaften. Maschinen der amerikanischen Luftwaffe hätten bereits am Sonntag mit dem Transport der Ausrüstungen auf dem Budapester Flughafen Ferihegy begonnen.

Wie der ungarische Privatsender RTL-Klub wissen will, wird George W. Bush auf seiner Reise sogar von einem rollenden Krankenhaus begleitet, das Organe mitführt, die der Blutgruppe des Präsidenten entsprechen, so dass ein eventuell notwendiger medizinischer Eingriff umgehend durchgeführt werden könnte.

Bei dem Festessen im Parlament, das der ungarische Staatschef Laszlo Solyom und Premier Ferenc Gyurcsany zu Ehren des amerikanischen Gastes geben, bestimmte auch der amerikanische Secret Service die Speisen. Auf Anraten der für die Sicherheit des Präsidenten verantwortlichen Offiziere wurde die berühmte ungarische Gänseleber wegen der in Ungarn aufgetretenen Fälle des auch für den Menschen gefährlichen Vogelgrippe-Virus H5N1 aus dem Menü gestrichen. (APA)

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