Arbeiter bohrte Stromleitung an: Zehntausende Wiener waren ohne Strom

26. Juni 2006, 15:55
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Bauarbeiter wurde von einer Stichflamme getroffen, drei Meter durch die Luft geschleudert und schwer verletzt

Wien - Zwei verletzte Bauarbeiter und zehntausende Wiener ohne Strom: So endete Donnerstagvormittag der Presslufthammereinsatz auf einem Gehsteig in der Bundeshauptstadt am Naschmarkt. Die Maschine hatte eine 10.000-Volt-Leitung berührt.

Im Moment des Kontakts gab es eine laute Explosion, der Bauarbeiter, der das Gerät bedient hatte, wurde von einer Stichflamme getroffen und drei Meter durch die Luft geschleudert. Der schwer verbrannte Mann landete auf einem Kollegen, der dabei ebenfalls Verletzungen erlitt. Der Zwischenfall beim Aufstemmen des Gehsteigs ereignete sich am Naschmarkt nahe der Secession.

Sicherheitsvorkehrungen funktionierten

Die elektrischen Sicherheitsvorkehrungen funktionierten - mit spürbaren Auswirkungen für die Anrainer. Denn in einem nahen Umspannwerk wurde wegen des tragischen Kurzschlusses der Strom automatisch abgeschaltet. In 20.000 Haushalten in den Bezirken Wieden und Mariahilf fiel daraufhin der Strom für acht Minuten aus. Länger dauerte es in den rund 1000 Haushalten, die direkt an der beschädigten Leitung hingen, blieben energielos.

Ein weitere Nebeneffekt des Unfalls: Umfangreicher Stau auf der ehemaligen 2er-Linie Richtung Naschmarkt. (moe, DER STANDARD Printausgabe 23.6.2006)

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